Erläuterung Nr. 25

1. Die Zeit ist günstig, damit sich jenes göttliche Gleichnis erfüllt, das besagt: „Den Weizen und das Unkraut muss man zusammen wachsen lassen, um sie dann auszureißen, wenn beide sich in der Reife befinden. Denn es ist gefährlich zu versuchen, das Unkraut auszujäten, wenn der Weizen noch nicht reif ist, da auch der Weizen abgerissen werden könnte.“ [Mt 13.24-30 + 36-42]

2. Dies ist geschehen: Der Weizen ist eure geistige Stärke, euer Vorwärtskommen und Fortschritt, eure Festigkeit auf dem Wege, euer Glaube an den Spiritualismus und die Entwicklung und  obwohl sie relativ sind  eurer geistigen Gaben und Fähigkeiten. Das Unkraut ist die Widerspenstigkeit, der Materialismus, alles Überflüssige, das Nichtwissen, der Traditionalismus, die Gewohnheiten, die der Lehre des Herrn fremd sind, der Fanatismus und die Abgötterei.

3. Alles ist zusammen gewachsen, doch siehe, nun ist der Herr mit der Sichel seiner Gerechtigkeit in der Hand gekommen und hat den Weizen und das Unkraut zu gleichen Teilen abgeschnitten. Den Weizen wird Er zu seiner Rechten stellen, und das Unkraut wird Er ins unauslöschbare Feuer werfen.

4. Seht, Brüder und Schwestern, wie diese Zeit gekommen ist, und wie die einen wie die anderen durch die göttliche Sichel [Apk 14.14-20] aufwachen werden, und es wird nicht der Mensch sein, nicht einmal die Geistige Lichtwelt, die dieses Werk tut.

5. Seid jene, die in dieser Zeit das gute Fundament legen, den Weg ebnen, seid das würdige Vorbild, dem die zukünftigen Generationen Folge leisten und es nachahmen. Seid die Wegbereiter des Spiritualismus und der Lehre des Heiligen Geistes. Seid in den Gegenden und Nationen demütige Apostel und Meister. Unter euch soll es keinerlei Prahlerei geben, damit ihr auf diese Weise diese hohe Morallehre mit einem einzigen Wort 1 und mit eurem Leben auf allen Wegen lehrt.

6. Vorwärts, meine Brüder und Schwestern! Das Werk des Vaters verheißt euch große Dinge. Es werden neue Generationen kommen, die die Stimme des Vaters nicht mehr durch menschliche Vermittler vernehmen werden, die aber durch euer Vorbild, durch die Schriften und die Zwiesprache von Geist zu Geist in der geistigen Entwicklung noch viel weiter sein werden.

7. Und nach diesen Generationen werden andere und wieder andere kommen, bis das Reich Gottes, das Himmelreich, wirklich im Herzen der Menschen lebt. Das wird der Gnadentag sein, wie es der Vater gesagt hat, der Tag des Friedens und des Guten. Es wird der Tag sein, an welchem der Mensch durch eigene Verdienste, durch seine geistige Anstrengung, durch die Erfüllung seiner Bestimmung und seiner Wiedergutmachung, durch die geistige und materielle Regenerierung erreichen wird, dass dieser Planet zu den Welten größeren Lichts aufsteigt. [Apk 21.22-27]

8. Diese Erde wird nicht mehr das Tal der Tränen noch der Verbannung sein [Apk 22.3-5), sondern es wird eine Welt sein, die durch hohe 2 , unbesiegbare Geister bewohnt sein wird, und dann werden zurückgebliebene Geister auf diesen Planeten gelangen, um bekehrt zu werden, verstörte Geister, damit sie hier das Licht finden.

9. In dieser Zeit wird die Welt eine Leiter für die Geister sein.

10. Ihr habt eine sehr wichtige Mission auf Erden 3 zu erfüllen. Und deswegen müsst ihr in Ruhe und tiefgehend darüber nachdenken, was ihr tut und was ihr tun werdet.

11. Ihr könnt eurer Bestimmung nicht aus dem Wege gehen, ihr könnt die Mission, die der Vater euch anvertraut hat, nicht verkennen, denn ihr seid in euch selbst diese Gaben und diese Bestimmung; und könnt ihr etwa vor euch selbst fliehen? Niemand kann sich von sich selbst entfernen. Denkt deswegen nach: Diese geistige Bestimmung ist die schönste Phase eurer Existenz, ist die höchste und edelste Mission von all jenen, die der Herr euch anvertraut hat, und ist zugleich die wirklichste und unendlichste Gnade, Glück und Befriedigung, die der Vater für euch erschaffen hat.

12. Weshalb dann also vor so viel Gnade, vor so viel Liebe und so viel Leben flüchten?

13. Weshalb zieht ihr die unsicheren Wege der Welt vor, die betrügerischen Vergnügungen der Erde, die Routine, die Trägheit, die Monotonie dieses Lebens, das mehr Tod ist als Leben?

14. Das Kreuz muss auf sich genommen werden! Jenes Kreuz der Liebe und des Friedens, das Leben und Nahrung ist, das die Herrlichkeit jedes einzelnen von euch ist. Nehmt euren Platz ein, eure Mission, euer Amt mit all der Liebe, die in eurem Geist vorhanden ist; und dann studiert und meditiert tief über das Werk des Vaters.

15. Dringt mit dem geistigen Studium in jede einzelne seiner Unterweisungen und Worte ein, und studiert gründlich jede Phase des Werkes des Herrn. Beurteilt in Ruhe alles, was ihr in der Mitte eurer Versammlungen seht, damit ihr das Gute, das Vollkommene annehmt und alles, was unvollkommen und unrein ist, von euch weist, damit ihr die Meister und das Vorbild der Menschheit seid, indem ihr nicht nur mit dem Wort, sondern auch mit euren Taten Zeugnis ablegt.

16. Übt es (das Werk) im Schoße eurer Heime aus, setzt es mit euren Kindern um, mit euren Eltern, mit euren Geschwistern. Praktiziert das Werk des Vaters in den schwierigen Momenten eurer Existenz, in den Prüfungen und meditiert in jeder einzelnen, bevor ihr euch der Verzweiflung, der Ruhelosigkeit, der Angst und der Hoffnungslosigkeit hingebt. Lasst nicht zu, dass all dies sich eures Herzens bemächtigt.

17. Meditiert, und in dieser Meditation werdet ihr erkennen, dass ihr beten müsst, dass ihr euch mit Demjenigen in Verbindung setzen müsst, Der alles kann, mit Demjenigen, Der Weisheit und Liebe ist, mit Demjenigen, Der der starke Arm und der Weg ist, und dann werdet ihr durch das Gebet große Erleuchtung für euren Geist und für eure (Körper-)Materie erlangen. Wenn ihr diesem Rat folgt, wird sich der ungewisse Weg in einen ebenen und leuchtenden Weg verwandeln. Die bittersten Prüfungen werden gelindert werden, und die Konflikte und Probleme, die keine Lösung zu haben schienen, werden sich auflösen.

18. Daher, Brüder und Schwestern, übt diese Lehre mit euren Freunden aus, inmitten eurer Gesellschaft, in eurer menschlichen Arbeit, nun ja, auf allen Wegen eures Lebens, und ihr werdet sehen, wie groß sie ist, wie viel Wert sie euch gibt und wie sehr ihr auf dem Pfad voranschreiten werdet.

19. Setzt die Lehre auf diesem Weg um, denn sie ist Amboss und Meißel, sie ist die Gelegenheit, die der Vater euch schenkt, um euch zu läutern, und wenn die Scharen, die Menschenmengen, die der Herr angekündigt hat, an die Pforten des Neuen Jerusalem klopfen, dann werden die Bewohner derselben, die trinitarisch-marianischen Spiritualisten, die Jünger des Heiligen Geistes standfest auf ihren Posten stehen [Apk 3.12] mit ihren Worten voller Kraft und Macht, weil ihr Herz auf jede einzelne der Prüfungen zu antworten weiss und eine Quelle an Barmherzigkeit und Liebe sein wird.

20. Das Heim eines jeden von euch wird ein Tempel sein, ein kleines Heiligtum, in welchem weder das Vorurteil noch die Unwissenheit, der Fanatismus oder der Götzendienst herrschen werden. Die reinsten und schlichtesten Gewohnheiten werden in den Heimen meiner Kinder Israels vorherrschen, und dort wird die Anerkennung der einen gegenüber den anderen wahrhaftig sein.

21. Dann werden der Hunger und der Durst der Menschheit in eurer Mitte gelindert werden, denn die Menschen werden das gute Vorbild und die gute Anregung haben, wenn sie eure (Auftrags-)Erfüllung sehen.

22. Ihr werdet der Welt die Vergeistigung demonstrieren und ihr das Werk des Vaters zeigen, die Offenbarung des Heiligen Geistes, das Buch der Dritten Zeit. Eure Mission ist sehr groß, da durch euch, die ihr die Apostel der Dritten Zeit und das belehrte Volk seid, der Spiritualismus bis zu den Enden der Erde verbreitet werden wird.

23. Brüder und Schwestern, wenn der Spiritualismus sich auf der Erde etabliert hat, wird er der Menschheit zeigen, dass die Hand des Menschen den Tempel des Herrn nicht errichten kann, da  wo immer der Mensch sich auch befindet  dort der Tempel ist.

24. Die Menschen werden dann wissen, dass alle Geschöpfe des Herrn innerhalb des Tempels Gottes leben, wohnen und existieren, da dieser seine Schöpfung ist, die unendliche Welt, in welcher sich alle Naturreiche befinden, alle Dinge, die durch die Hand des Herrn gemacht wurden.

25. Alle Dinge, die durch den Vater geschaffen wurden, sind heilig: Der Staub, auf den die Menschen treten, all die Dinge, die die Menschen sehen, sind heilig; alles, was auf eurer Welt ist, alles, was euch umgibt, ist heilig, was oberhalb und unterhalb von euch ist, ist heilig; ihr selbst seid heilig.

26. Alle Dinge sind Altäre, die sich wie eine Ehrerbietung, wie ein Brandopfer, wie eine Opfergabe zum Schöpfer erheben. Alle Dinge sprechen von der und besingen die Herrlichkeit des Herrn, und wenn der Mensch zum wahren Verständnis von all dem gelangt, dann wird er auf keinem der Wege, an keinem Ort und in keinem Moment Fehler gegenüber der Liebe und der Lehre des Vaters begehen.

27. In dieser Zeit betreten die Menschen noch immer Versammlungsstätten, in welchen sie vermeinen, sein Werk, seine Religion auszuüben. Innerhalb dieser Versammlungsstätte verhalten sie sich mit (innerer) Sammlung, barhäuptig und mit gebeugtem Angesicht, den Blick auf den Boden gerichtet, den Nacken gebeugt, die Reue auf den Lippen, respektvoll in ihrem ganzen Wesen. Doch sobald sie aus der Versammlungsstätte treten, fühlen sie sich frei und fern vom Blicke Gottes, und fühlen sich dann im Recht, Fehler zu begehen und zu sündigen.

28. Doch die Zeit wird kommen, meine Brüder und Schwestern, in der dieses Werk sich auf der ganzen Erde etabliert haben wird, und in der die Menschen aufgrund dieser Lehre zur Vergeistigung kommen werden, und während des Betens, Ergründens und Verstehens, werden sie die großen geistigen Dinge entdecken, die sie erfreuen und erheben werden, und sie werden sich für immer von den Wegen der Unwissenheit und des falschen Kultes 4 entfernen.

29. Die Menschheit hat bis heute Etappen großen Schmerzes durchschritten, ein Schmerz, der so unermesslich ist, dass die Menschheit noch größere Schmerzen und Prüfungen sich nicht vorstellen kann. Doch die Geistige Lichtwelt sagt euch: Es gibt noch bitterere Kelche, noch größere Prüfungen. Den Menschen erwarten noch Ausrufe tieferen Schmerzes, als diejenigen, die bis jetzt aus ihrem Herzen hervorgegangen sind. [Apk 16.16-21]

30. Es ist nötig, dass ihr euch zubereitet, damit ihr nicht zu jener Anzahl gehört, die solch bittere Kelche werden leeren müssen, und damit ihr nicht fluchen noch in Verzweiflung eure Haare raufen müsst; damit ihr nicht an Hunger, noch Kälte, Durst oder Schmerz zugrunde gehen müsst.

31. Doch wenn diese schreckliche Zeit gekommen ist, und ihr euch innerhalb dieser Lehre beschützt fühlt, so sollt ihr angesichts des universellen Schmerzes und der so großen Prüfung [Mt 24.21], die die Menschheit erwartet, nicht gleichgültig bleiben. Sondern ihr sollt durch eure Entwicklung, durch euer Verständnis und eure Vergeistigung alle Fasern eures Geistes und eures Herzens empfindlich machen, um die Menschen zu lieben, um für sie zu beten und zu weinen, und damit ihr mit Gelassenheit und Glauben sie auf dem Schmerzensweg stützt, indem ihr unablässig wie gute Arbeiter arbeitet, wie gute Soldaten kämpft, um ihnen den Frieden zu bringen und zu vertreiben den Krieg, die Pest und den Tod.

Der Friede des Herrn sei mit euch!

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