Erläuterung 48

  1. Im Namen des Höchsten, des Göttlichen Meisters, grüße ich meine Brüder und Schwestern, um der Göttlichkeit und auch euch zu dienen, und ich tue es in Vertretung der Geistigen Lichtwelt.

  2. Wir sind gekommen, um euch darin zu unterweisen, wie ihr eure Gaben entwickeln sollt, um Kranke heilen zu können. Der Herr hat uns diese heikle Aufgabe aufgetragen und hat uns erlaubt, mittels des menschlichen Verstandesorgans, dieses Amt auszuüben.

  3. Beginnen wir damit, uns an ein paar Beispiele zu erinnern, die der Göttliche Meister uns als Mensch in der Zweiten Zeit gab, damit jene Erinnerung uns als Einstieg in die heutige Unterweisung dient.

  4. Und welchen besseren Ausgangspunkt, welches bessere spirituelle Thema und welches bessere Vorbild gäbe es, als die vollkommenen Beispiele der Göttlichkeit?

  5. Also gut, dann lasst uns in Erinnerung rufen, wie Jesus die Kranken heilte.

  6. In jener Zweiten Zeit wuchs der Ruf Jesu aufgrund der Fähigkeit zur Wirkung seiner Wunder. Der Name Jesu, als wunderbarer Arzt ging von Mund zu Mund und von Herz zu Herz; vom Bettler bis zum Fürsten, alle hatten Nachricht von den großen Wundertaten Jesu. [Mt 4.23-24; Lk 5.15 + 7.2-10]

  7. Kranke und Bedürftige aller sozialen Schichten kamen zu ihm, die Verzweifelten, die Ketten langer und blutiger Leiden nach sich zogen. Sie kamen im Verlangen nach jenem wunderbaren Mann, jenem seltsamen Menschen, in der Hoffnung in Ihm den Heilbalsam zu finden, der ihre Leiden lindern werde. Und von diesem Geist empfingen alle. [Mt 15.30-31]

  8. Als sie in Verbindung traten mit den Ausstrahlungen, die jenem Menschen entströmten, erhielt jedes Herz, jede (Körper-)Materie und jeder Geist den Heilbalsam. Alle Leiden verschwanden, jeder Kummer wandelte sich in Trost, jede Betrübnis in Freude, jede Unsicherheit in Vertrauen und Sicherheit, jede Finsternis in Licht und jede Sünde verwandelte sich durch die Reue in Erneuerung.

  9. Jener Göttliche Arzt hatte Barmherzigkeit mit allen und verstand alle; und Er wusste, dass es nötig war, dass jene Kranken, die von Sucht, Fanatismus und Finsternis umhüllt waren, das materielle, das äußerliche Wunder sehen mussten, damit sie auf diese Weise dem Meister Glauben schenken, Ihn sehen und fühlen konnten.

  10. Ebenso heilte Er einen Geist mit dem Licht eines Wortes [Mt 17,14-18], wie (auch) einen Leprakranken, indem Er ihn berührte oder zuließ, dass dieser Ihn berühre [Mk 1.40-42; Mt 14.35-36], ebenso verhalf Er einem Sünder mit dem Licht einer seiner Blicke zur Besserung, wie (auch), dass Er in dem Verblendetsten oder Hartherzigsten mit einer seiner Liebkosungen Reue hervorrief.

  11. Jesus heilte alle, es gab kein Leiden, das nicht durch Ihn überwunden wurde, es gab keine Krankheit, die Er nicht kannte, es gab kein Problem ohne Lösung, es gab keine Sünde ohne Vergebung [Lk 7.47] und es gab keinen Kummer ohne Trost, alles befand sich in dieser Quelle der Liebe, in jenem Göttlichen Arzt, der alles heilte, der alles mit einem einzigen Mittel gesund werden ließ, mit einem einzigen Heilbalsam, mit einer einzigen Medizin – mit seiner Liebe.

  12. Sah etwa jemand, wie Jesus materielle Medikamente zubereitete? War es etwa nötig für Ihn, die Kranken mit seinen Händen zu salben? Nein, meine Brüder und Schwestern, von jenem vollkommensten Wesen gingen Ströme der Gesundheit aus, die jedes Prinzip des Bösen, jede Krankheit oder Trübsal zunichte machten.

  13. Denn die göttliche Liebe ist der Lebensborn, der Gesundheitsbrunnen, ist Quelle von Segnungen und Wohltaten.

  14. Und diese Gabe hat Er in seine Jünger gelegt, die nach seinem Scheiden, großartige Wunder, erstaunliche und wunderbare Heilungen, sowohl im Materiellen als auch im Geistigen zustande brachten.

  15. Wo Leiden war, da gelangte der göttliche Heilbalsam hin, der geistige Heilbalsam, der seine wunderbare Wirkung fühlen ließ.

  16. Nun gut, meine Brüder und Schwestern, ihr lebt nicht mehr in der Zweiten Zeit, doch ihr seid Jünger desselben Arztes, desselben Meisters; ihr seid auch die Fortführenden jener Jünger der Zweiten Zeit, und die Göttlichkeit hat sich in eure geistigen Hände, in euren Geist und in euer ganzes Wesen ergossen, wie Sie sich in jene ergoss, die zu jener Zeit Jesus nachfolgten. [Apg 2.43]

  17. Viele Wunder hat der Herr unter euch gewirkt, viele mächtige Werke hat Er unter seinem erwählten Volk vollbracht, doch die Zeiten haben sich geändert. Er ist nicht gekommen, um die Wunder jener fernen Zweiten Zeit zu wiederholen, denn jene (Zeit) war eine Lektion, die schon vorübergegangen ist.

  18. (Christus spricht): Heute bin Ich gekommen, um euch zu sagen: "Ich komme, um dem Blinden die Sicht zu geben, Bewegungsfähigkeit dem Gelähmten, Gehör dem Tauben und Leben dem Toten"; doch Er bezieht sich dabei auf den Geist der Menschen. Damals suchte Er die körperlich Kranken auf, um die Geister zu erwecken. Heute kommt Er auf der Suche nach dem Geist (des Menschen), damit er sich aufrichtet und die anderen weckt.

  19. Seht, wie die für das geistige Licht Blinden die Augen für das Licht der Dritten Zeit geöffnet haben; seht, wie jene, die voll der Lepra 1 der Sünde und der Süchte waren, sich reinigten, als sie das göttliche Wort hörten. Die auf ihrem geistigen Weg der Bewegung beraubten, die sich nur in ihrem materiellen Leben und in den menschlichen Leidenschaften bewegen konnten, haben sich befreit, um zu arbeiten und zu kämpfen, indem sie ihre Flügel auf dem geistigen Pfad ausgebreitet haben. Jene, die für das Leben der Gnade gestorben waren, haben heute die Bresche durch den Heiligen Geist geöffnet gesehen, der sie zur Vergeistigung, zum Licht und zur Vervollkommnung einlädt.

  20. Doch der göttliche Meister, hat die materiellen Leiden nicht vergessen, als Er seinen Heilbalsam über jede Krankheit ausgegossen hat; Er hat seine Augen nicht vor den physischen Leiden noch vor den gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die die kleinen körperlichen Hüllen bedrücken, verschlossen, sind sie (doch) der Stab, auf welchen sich der Geist stützt und mit welchem euer Geist auf dieser irdischen Reise geht.

  21. Er hat – je nach der Wiedergutmachung eines jeden – auch diesen materiellen Leiden seinen Heilbalsam und seinen Trost gegeben, und hat in dieser Zeit der Geistigen Lichtwelt erlaubt, Materie anzunehmen, um euch ein wenig näher zu kommen und sich (so) euren physischen Leiden und menschlichen Problemen anzunähern. Dies ist die Gnade, welche der Vater seinem Volk gewährt hat, und dieses Volk hat in seiner Unwissenheit, in seiner Verwirrung und in seinem Materialismus veranlasst, dass die Geistige Lichtwelt sich noch mehr vermaterialisiere.

  22. Und so ist es gewesen, meine Brüder und Schwestern, jawohl, wir haben uns vermaterialisiert, indem wir in eurer eigenen Sprache gesprochen haben, indem wir euch bis zur kleinsten eurer Klagen angehört und euch mit einfachem, menschlichem und schlichtem Wort eure Konflikte und schwierigen Situationen erklärt haben, (die ihr durchlebt), und noch mehr: Wir wurden zu für das Werk des Vaters unwürdigen Vermaterialisierungen genötigt, unwürdig für seine Geistige Welt.

  23. Doch die Zeit der Entweihungen, die Zeit der Gefälligkeiten und Zugeständnisse der Göttlichkeit euch gegenüber hat ihr Ende gefunden. Und aufgrund der Kraft des Wortes des göttlichen Meisters und der Erläuterungen der Geistigen Lichtwelt, seid ihr in der Lage auf dem geistigen Pfad Schritte tun zu können, Schritte des Fortschritts und der Entwicklung.

  24. Weshalb dann auf materiellen Praktiken beharren, die vergangen und unvollkommen sind? Weshalb sich dann auf die Rückständigkeit und den Materialismus versteifen, wenn ihr wisst, dass in diesem Werk alles Geist, Reinheit, Licht und Erhebung ist?

  25. Studiert das göttliche Wort tiefgehend, damit ihr auf seinem Grund alle Vollkommenheiten entdeckt, die der Vater von euch erbittet, damit ihr in ihm alle Schritte findet, die ihr nach dem Willen des Meister tun sollt.

  26. Es ist schon an der Zeit, dass die geistigen Heilweisen zu Schlichtheit, Einfachheit und Vergeistigung tendieren, damit ihr dadurch dem Herrn gefallt, der Geistigen Lichtwelt ihren Platz einräumt, das Werk auf geistigere Weise ausübt und somit Kritik aus dem Wege geht.

  27. Nun werden wir zu euch von der fluidischen Heilweise sprechen, diese Heilweise, die wir diese Jahre hindurch mittels der spiritualistischen Fakultäten 2 praktiziert haben. Und wir werden damit beginnen, euch zu fragen: Was ist dieses geistige Fluidum 3 , das die Kranken heilt?

  28. Das geistige Fluidum, meine Brüder und Schwestern, das aus unserem Geist fließt und mit dem Fluidum der spiritualistischen Fakultäten verschmilzt, um sich in Heilung, Wohltat und Gesundheit auf die Kranken zu ergießen, ist nichts anderes als das universelle Fluidum, das von der Göttlichkeit Selbst kommt.

  29. Wir haben euch gesagt, dass Gott die Quelle der Gesundheit ist, dass aus seinem Geist alles Gute stammt, jegliches Wohlergehen, aller Frieden, alle Gesundheit. Und von diesen Eigenschaften hat Er uns in Fülle gegeben, sowohl den Geistwesen als auch den Menschen.

  30. Aus unserem und eurem Geist fließen geistige Ausströmungen, die in ihrem Ursprung wohltuend sind. Doch etwas müsst ihr wissen, Brüder und Schwestern: Je nach Charakter und Neigung des Geistes, gemäß den Empfindungen seines Herzens, so sind die Ausströmungen, die aus ihm hervorquellen.

  31. Wenn der Geist gut ist, wenn in ihm sein Grundprinzip verblieben ist, das das des Guten ist, das Gott ist, so wird aus diesem Geist Frieden, Licht, Gesundheit und Wohlergehen ausströmen. Wenn hingegen jener Geist durch die Entgleisungen auf dem Wege, durch die Versuchungen, durch die Stürme und Leidenschaften sich in einen verfinsterten Geist verwandelt, in einen Geist zu Diensten des Bösen, dann werden von ihm nur geistige Krankheit, Verwirrung, die schlechten Einflüsse und die Fisternis ausströmen.

  32. Im Geist geschieht eben gerade das, was in der (Körper-)Materie geschieht. Aus einer kranken (Körper-)Materie geht die Ansteckung hervor für die gesunden (Körper-)Materien; von einem gesunden Menschenwesen geht und strömt Gesundheit aus, denn ihr übertragt nicht nur die Krankheit, sondern auch die Gesundheit wird übertragen, und diese ist mächtiger als die Kranheit, und obwohl vorübergehend die Gesundheit besiegt werden kann, so obsiegt sie am Schluss.

  33. Die Gesundheit ist unsterblich, denn sie ist ein Gut, das aus dem Göttlichen Geist hervorströmt.

  34. Ihr erfreut euch der gesegneten Gabe des Fluidums, das in eurem ganzen Wesen ist und das euer Lebensprinzip ist: Die Kraft eures Geistes. Mit ihm könnt ihr die Kranken heilen, denn mit den Ausströmungen eures Geistes könnt ihr die unheilbar Kranken aufrichten, jene, die von fremdartigen Krankheiten eingehüllt sind und unbegreiflich sind für die menschliche Wissenschaft.

  35. Doch diese Gabe hat ihre maximale Entwicklung in euch noch nicht erreicht und eure geistige Heilgabe traf wegen eures Mangels an Glauben auf viele Hindernisse, da ihr kein absolutes Vertrauen in diese Gabe habt.

  36. Wenn ihr euch mit Glauben und absolutem Vertrauen, mit Liebe und Vergeistigung der Entfaltung dieser Gabe widmet, werdet ihr sehen, wie in kurzer Zeit die wahren, prophezeiten und vom Vater verheißenen Wunder sich vor euren Augen verwirklichen werden.

  37. Die Entfaltung der Geistesgaben erfordert von euch Anstrengung, noch mehr Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft, größere Hingabe, Vergeistigung und Vorbereitung; denn wenn ihr nicht auf diese Weise mitwirkt, werdet ihr keine gute Entfaltung dieser Gaben erreichen, die verborgen in euch sind.

  38. Damit die Heilgabe in euch erblühe, sich entfalte und sich weitestgehend unter euch bekunde, ohne dass ihr auf materielle Mittel zurückgreifen oder die menschliche Wissenschaft aufsuchen müsst, werdet ihr mehr Geist, mehr Herz hineinlegen müssen: Mit einem Wort, mehr Liebe.

  39. Seht zu, dass während des Augenblicks eurer geistigen Arbeit, wenn ihr den Kranken Heilbalsam zuteil werden lasst, euer Gewissen rein sei, euer Verstand klar und euer Herz lauter und angefüllt mit guten Empfindungen, damit ihr alle Zärtlichkeit, Barmherzigkeit und Fürsorge für diesen Kranken, euren Nächsten, habt, für den gefallenen Bruder oder Schwester, der leidet, blutet und weint.

  40. Wenn ihr wollt, dass die Heilgabe in euch überströme, dann ist es notwendig, dass euer Herz den Schmerz der anderen fühlt [Mt 14.14], und dass euer Geist frei wird von allem Egoismus; dass er sich gleichzeitig von den Leidenschaften der (Körper-)Materie löst, in demBewusstsein, dass ihr eine wertvolle Gabe in euch tragt.

  41. Fühlt euch innerlich verbunden in uns hinein, und die Geistige Lichtwelt wird mittels eurer Inspiration als Gesandte des Arztes (aller) Ärzte kommen, um den Kranken die gesunde Ausströmung, die lautere und reine Ausströmung voller Trost und Licht fühlbar zu machen, die aus unserem Geist fließt, und die mit euren eigenen heilsamen und wohltuenden Ausströmungen verschmilzt, und so wird sie das Wunder in den Bedürftigen bewirken.

  42. Viele Kranke wurden geheilt, ohne dazu mehr zu gebrauchen als das geistige Fluidum. Doch diese Fälle waren nur klein an der Zahl. Eure Aufgabe ist es, dass diese Fälle sich vermehren, damit jeder Kranke, der sich euch nähert, das Glück hat, in seinem Geist und in seiner (Körper-)Materie das wahre geistige Fluidum zu erfahren, um sich an diesen Ausströmungen gesättigt zu fühlen.

  43. Ihr braucht überhaupt nicht auf irgendwelche zurückgebliebene Praktiken zurückzugreifen, die das spiritualistische Volk schon (lange) hätte ablegen sollen, und die einige weiterhin praktizieren, sei es aufgrund von Unwissenheit, aus Mangel an Studium innerhalb des Werkes oder aus Mangel an Entwicklung.

  44. Was ihr braucht, um jenes wahrhafte Fluidum in die Kranken auszuströmen, ist größere geistige Zurüstung, größere Entfaltung eurer Gefühle und eurer Tugenden.

  45. Je mehr euer Geist sich läutert, je mehr er sich mit Liebe sättigt, je mehr er das wahre Wissen über geistige Dinge erlangt, desto gesünder, heilsamer und wohltuender werden eure Ausströmungen sein.

  46. Studiert bis ins Einzelne, Brüder und Schwestern, damit, wenn das wahre wohltuende Fluidum aus eurem Geist strömt, dieses dann den Geist sucht, (und) nicht innerhalb der (Körper-)Materie des Kranken. Es ist für euch nicht einmal notwendig, dass eure materiellen Hände den Kranken berühren oder salben.

  47. Das geistige Fluidum kann sowohl in einem Blick, in einem liebevollen Gedanken oder in einem Wort des Trostes gegeben werden. Die materiellste Art, die fluidische Heilweise zu erteilen, ist, indem man den Kranken berührt, und es ist geistiger, das Wort zu gebrauchen, das Wort, welches Essenz, Trost und Heilbalsam enthält.

  48. Der Geist ist es, der krank ist wegen der Sünde, des Lasters, des Fanatismus und der Finsternisse; aufgrund der Enttäuschungen, aufgrund der Ehrbegierde. Dort, in den Geist, muss der Balsamtropfen und das Heilfluidum hineinfallen, und es ist in eurem Gebet und in eurem Wort, worin euer Fluidum wie Tau enthalten ist, das jene Geister und (Körper-)Materien einhüllt.

  49. Versteht, meine Brüder und Schwestern, dass das, was die Menschheit braucht, was jene Menschenmenge an Kranken, die bis zu eurer Tür gelangt, am meisten braucht, das Wort des Trostes, des Lichts, der Vergebung, der Hoffnung und des Glaubens ist. Das Wort der Wahrheit.

  50. Es gibt Männer und Frauen, die unheilbare Krankheiten in sich tragen, und die in den Händen vieler Ärzte Linderung gesucht haben, die an viele Türen geklopft haben, die von Gegend zu Gegend, von Tür zu Tür gegangen sind und die das Leben, das bei ihnen schwindet, nicht gefunden haben. Was jene Kranken brauchen, ist nichts anderes als die geistige und moralische Regeneration, die ihnen Ordnung in ihrem Leben und Frieden bescheren wird; denn die Wunden, die sich im Geist befinden, äußern sich in physischen Krankheiten.

  51. Der Ursprung der Krankheiten des Körpers befindet sich verborgen in der Tiefe des Geistes; dort, wohin die Wissenschaftler nicht vordringen konnten, wo die Geistige Lichtwelt in jedem Augenblick eindringt, und wohin vorzudringen ihr lernen könnt.

  52. Wenn die kranken Männer und Frauen aufgrund eures Wortes den Ursprung ihrer Leiden finden, wenn sie sich erneuern, sich vergeistigen, ihr Leben moralisch anheben und in Ordnung bringen und sich auf den Weg der Wahrheit und des Guten begeben, werden alle Leiden, alles Elend und alle Gebrechen wie Fetzen von ihnen (und euch) fallen.

  53. Die Ärzte der humanmedizinischen Wissenschaft können noch so viele Medikamente verabreichen, die Kranken werden ihre Gesundheit nicht finden.

  54. Seht ihr also, wie das Geheimnis der Gesundheit eurer Brüder und Schwestern, wie auch eurer eigenen, sich in euch befindet?

  55. In eure geistigen Hände hat der Herr mit seinem Wort und seiner Lehre den Brunnen der Gesundheit, das große Wunder, die große Gabe, das Wunderbare, die wertvolle Begabung gelegt, die ihr noch nicht entfaltet habt und die verborgen in euch ist. [Lk 9.1-5] Entfaltet sie, praktiziert sie und macht Erfahrungen damit, denn ihr werdet bald die große Frucht erlangen.

  56. Wenn ihr die Reichweite eurer Heilgabe erfahrt, dann gründet eure Arbeit auf tiefempfundene Bewusstheit und Nächstenliebe. Euer Herz möge voller Zärtlichkeit und Erbarmen ohne Unterschiede für alle Kranken – abwesende und gegenwärtige – (mitfühlend) schlagen. Und denkt auch an jene Kranken ohne Körpermaterie, an die Legionen von verwirrten Wesen, die durch die Räume irren, damit der Balsam, der eurem Geist entspringt, auch zu ihnen gelangt. Denn ihr werdet die Heilung nicht durch eure Körpermaterie, sondern durch euren Geist erteilen.

  57. Mein demütiger Geist hofft, dass die Erläuterungen, die ich euch am heutigen Tage gegeben habe, durch jeden von euch verstanden worden sind. Möge jeder von euch, nachdem er diese studiert hat, sich befähigt und genügend ermutigt fühlen, um größere Schritte in seiner Pflichterfüllung zu tun.

  58. Ich werde mich aus eurer Mitte zurückziehen und wünsche, dass der Friede des Göttlichen Meisters im Herzen Israels herrsche!

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