Erläuterung Nr. 4

    1. Sucht das rechte Verständnis der Symbole, damit deren Sinngehalt in das Herz und in den Geist eindringt, und wenn einmal die Bedeutung und der Sinn, welche ewig sind, darin existieren, gibt es keinen Grund mehr, dass die materiellen Symbole bleiben. Denn die Objekte sind nicht mehr als eine Versinnbildlichung der Wahrheit, die essentiell und geistig ist.

    2. Nehmt beispielsweise das Symbol des Kreuzes: Das materielle Kreuz [Mt 16,24], an welchem Jesus starb, gibt es nicht (mehr), doch das geistige Kreuz ist ewig, dieses existiert wirklich, denn es ist ewig. Und was symbolisiert das Kreuz? Es symbolisiert das göttliche Opfer, die Liebe für die Hingabe. Der horizontale Balken stellt euer materielles Leben dar, der vertikale Balken symbolisiert euer geistiges Leben, das eingepflockt in der Erde, sich in den Weltraum erhebt, und wenn beide Leben sich kreuzen, wird die Liebe zu Opfer und Verzicht. [Mt 10,38]

    3. Die Leiter, von welcher Jakob träumte [Gen 28,12] ist der Weg des geistigen Fortschritts, der Weg der geistigen Entwicklung, der im Menschen beginnt und in Gott endet. Er beginnt auf der irdischen Ebene und endet im Schoße des Vaters.

    4. Das Symbol des Dreiecks existiert in Gott Selbst [Apg 7,3]. Es stellt die drei Mächte der Göttlichkeit dar, drei Mächte, die einen einzigen Gott bilden, einen einzigen Urgrund, einen einzigen Geist. Auch in den Menschen hat der Herr ein Abbild Seiner Trinität gelegt, indem Er den Menschen mit einem göttlichen Funken verbunden hat, der ihn erleuchtet, das Gewissen, samt den anderen zwei Mächten, dem Geist und der Materie.

    5. Mit dieser kleinen Lektion, liebe Brüder, könnt ihr das Wesentliche im Materiellen irgendeines Symbols erkennen, welches der Herr in der Vergangenheit oder in der Zukunft verwenden mochte und möge, um zu euch in einer verständlicheren Sprache zu sprechen, denn das höchst Geistige ist allzu erhaben für eure dürftigen irdischen Begriffe.

    6. Diese Vorbereitung ist wichtig, denn die Menschen des Okkultismus1 werden zu euch gelangen und euch mit ihrem falschen Wissen zerreißen wollen. Sie werden den Spiritualismus für eine geheimnisvolle Theorie halten, die einigen wenigen gegeben wurde.

    7. Es gibt viele Arten von Okkultismus auf der Erde. In einem Land wird er auf die eine Art praktiziert, in einem anderen auf eine andere Weise. Doch alle werden sich daran beteiligen, um das Urteil über das Werk des Herrn zu fällen.

    8. Der Spiritismus und die Religionen werden euch ebenfalls als Religion bezeichnen wollen, und innerhalb dieses Konzepts werden sie euch befragen und euch auf die Probe stellen. Die Wissenschaft wird derweil ihre eigenen Forschungen anstellen im Bereich der Zwiesprache (mit) der geistigen Welt oder in der Erforschung der Arbeiten, die wir mit euch ausführten. Sie werden – mit ihren Apparaten untersuchend – den physischen Anteil der Wirklichkeit von all dem, was geschehen ist, suchen und mit ihren Kenntnissen und ihrer materiellen Wissenschaft darüber spotten.

    9. Die Religionen werden ihre Theologen, ihre vermaterialisierten2 Studenten mitbringen, die aus den Schriften der verschiedenen zur Menschheit Gesandten Vers um Vers auswendig zitieren werden, und sie werden glauben, dass sie auf diese Weise die Arbeiter des Herrn zum Schweigen bringen, weil sie diese als ungebildet und dumm und dürftig an materieller Bildung ansehen werden.

    10. Die Mitglieder dieses Volkes, die Israeliten dem Geiste nach, sind in ihrer Mehrheit nicht wissend, materiell arm, ohne höhere Bildung und wissenschaftliche Ausbildung, und dennoch können sie geistig groß und große Ausübende des wahren Gottesdienstes sein, können mit größerer Reinheit und Tiefe die Tugenden des Herrn begreifen, und deshalb sind sie fähig, die großen Offenbarungen und Inspirationen des Vaters in Reinheit zu empfangen.

    11. Es werden viele auf den Wegen des Okkultismus, der Idolatrie3 und des wissenschaftlichen Fanatismus (zu euch) kommen, und da sie sich dieser Neigungen nicht entledigen können, werden sie versuchen, diese im Werk des Herrn einzufügen. Eure Aufgabe ist es, darauf zu schauen, dass sich eure Ausübung nicht damit verunreinigt, indem ihr die Einfachheit und den höchsten Grad an Vergeistigung bewahrt, der euch möglich ist.

    12. Seid wachsam bei den Prüfungen, die von außen kommen, aber auch bei jenen, die innerhalb des Schoßes Israels entstehen mögen. Diejenigen, die sich am meisten in den Sinn der göttlichen Unterweisungen vertieft haben, sollen jene lehren, denen es etwas an Fortschritt oder ein wenig an Studium mangelt, und diese (wiederum) sollen den Ersteren mit Respekt und Aufmerksamkeit zuhören.

    13. Es ist Zeit, dass die einen sich in die anderen einfühlen und (einander) jede Beleidigung vergeben. Kämpft, damit eure Herzen sich voller Brüderlichkeit begegnen; kämpft, damit keine Schadenfreude bei einem Scheitern eurer Brüder aufkommt. Ihr sollt ihre Traurigkeit empfinden und sie dazu noch auf dem Weg aufsuchen, auf welchem sie gestolpert sind, um ihnen die Hand zu reichen und sie wieder aufzurichten.

    14. Zeigt (mit Taten), dass ihr seid, wovon ihr immer sprecht und dient euren Brüdern, einschließlich jenen, die euch am meisten verletzt haben.

    15. Weshalb spricht die Geistige Lichtwelt so zu euch? Weil dies die wahre Lehre Gottes ist, dies ist Sein Gesetz, und damit ihr es auf Schritt und Tritt mit jeder eurer Handlungen erfüllt.

    16. Ihr braucht diese Vorbereitung. Es mag ein Opfer sein für euer Herz und euer Fleisch, doch für den Geist ist es eine freudvolle Prüfung.

    17. In der Zweiten Zeit sagten Seine Jünger dem Meister: „Meister, Dein Wort ist hart. Streng ist Deine Lehre! [Joh 6,60], denn sie waren an das Gesetz Moses gewöhnt. Der Meister sah sie zärtlich an, denn sie trugen in ihren Herzen noch das Gesetz der Vergeltung, jenes von „Auge um Auge (und) Zahn um Zahn.

    18. Immer noch herrschte in ihnen das Gesetz des Stärkeren, weshalb das Gesetz der Furcht nötig war, damit – nicht aus Liebe – die Starken die Schwachen nicht misshandelten, sondern aus Furcht vor der abschreckenden Strafe.

    19. Als sie den göttlichen Meister lehren hörten, dass sie jenem, der sie auf der rechten Wange ohrfeige, die linke hinhalten sollten [Lk 6,29] – wie unausführbar erschien ihnen diese Lehre!

    20. Und wenn der Meister euch dies in der Zweiten Zeit lehrte, was wird euch der Heilige Geist in dieser Dritten Zeit sagen?

    21. Wir sehen die Spaltung im Volke, das schlechte Gerede und die Verurteilungen untereinander. Der Geist des Kritisierens überwiegt in Israel.

    22. Doch nach 1950 wird dieser Kritikergeist dem Geist der Brüderlichkeit und der Versöhnung weichen, und die Liebe und Vergebung werden in Israel herrschen, damit das Volk Gottes sich auf diese Weise wie der Staub der Erde in alle Gebiete der ganzen Welt verstreuen kann, wie der Herr es euch geweissagt hat! [Gen 13,16]

    23. Jeder (einzelne) von euch sei ein Soldat, aber ein standhafter und sanftmütiger, der vor den anderen nicht mit Fortschritt und Vergeistigung prahle! Ein demütiger Soldat, der all das Gute, das in seinem Geist existiert, weitergibt – ein Soldat des Guten also!

    24. 144.000 Geister hat der Vater auserwählt, damit sie in Seinem universellen Werk der Dritten Zeit mitarbeiten [Mt 24,31; Offb 7,4]. Wird diese Anzahl an Geistern sich nicht vorbereiten, vereinen und erheben können, um den Willen des Herrn zu empfangen und solch ein großes Werk zu Ende zu führen?

    25. Ihr seid entwickelte Geister und arbeitet seit langer Zeit in den Angelegenheiten des Geistes.

    26. Durch (den) göttlichen Willen seid ihr von Zeit zu Zeit zur Erde gekommen [Ps 2,6], um mit Ihm im Erlösungswerk zu arbeiten. Und in dieser Zeit ist es, der Zeit des Geistes, in der dieser sich erheben soll um Vorbild zu sein und das Gesetz Gottes zu erfüllen, (und) in der ihr euch als Erste erheben sollt.

    27. Der Herr sagte euch, dass eine Zeit kommen würde, in der dieser Samen dem Anschein nach auf der Erde verloren sein würde. Denn es werden sich so viele Feinde gegen ihn erheben, um ihn für immer verderben zu wollen, dass die Menschen dieses Werk eine Zeit lang als stillgelegt ansehen werden.

    28. Doch danach wird dieser Samen, der ins Herz gesät wurde, sprießen, wachsen, blühen und Früchte tragen, und wird niemals verloren gehen, da er ein Same ewigen Lebens und geistigen Lichts ist.

    29. Für einen Moment werdet ihr schweigen, für einen Moment werdet ihr in eurem Lauf anhalten, doch danach wird euch die Kraft zu euch kommen und ihr werdet euch zu großen Missionen auf der Erde aufmachen. [Offb 11,11+18] Wachet und betet, und vergesst diese Worte nicht, die der göttliche Meister euch gegeben hat.

    30. Viel hat der göttliche Meister in den vergangenen Zeiten zu euch gesprochen und hat die Geschichte aufgezeichnet, die ihr heute (in Erfüllung gehen) seht. Ihr lebt bereits in diesen Zeiten!

    31. Jene, die das Wort des Herrn kennen, das er vor Jahrzehnten gegeben hat, erinnern sich auch daran, dass Er sagte: „Alles, was der Meister angekündigt hat, hat sich erfüllt. [Joh 14,26+29]

    32. Wer hat den Propheten achtsam zugehört und deren Worte in seinem Herzen aufbewahrt? Wer erinnert sich daran, dass das Wort des Herrn in jenen Jahren von der ersten bis zur letzten Silbe prophetisch war?

    33. Wie wenige haben dieses Wort im Gedächtnis behalten, haben dessen Erfüllung geschaut und gesagt: „Dies war angekündigt!

    34. Wenn die Jahre vergehen und ihr zurückblickt, werdet ihr sehen, wieviel Vollkommenheit im Worte des Herrn war, wie schön diese Zeit war, und wieviel Größe sie den Menschen offenbart hat.

    35. Wenn dann euer Geist mit dem Unfassbaren und der unermesslichen Größe Seines Werkes erfüllt ist, werdet ihr – nachdem ihr dieses irdische Leben, das Er euch gibt, beendet habt – den Vater bitten, dass Er euch gewähre, im Geiste mit größerem Eifer weiter zu arbeiten.

    36. Der Werdegang des Geistes hält niemals inne, es ist ein Weg, der immer auf einen unendlichen Horizont hinweist.

    37. Ihr werdet immer einen Weg finden, dem ihr folgen sollt [Joh 14,4], eine Aufgabe, um sie zu erfüllen, eine Arbeit, um sie zu verwirklichen. Das Antlitz des Herrn ermuntert euch mit Seiner Liebe und mit Seiner Güte, die euch immer vorwärts schauen lassen.

    38. So wie Er zu allen Zeiten Seine Größe, Seinen unbegrenzten Geist, Seine Tugenden bekundet hat, so wird Er in dieser Zeit diese Seite (im Buch des Lebens) mit der vollkommensten Weisheit und dem erhabensten Vorhaben beschrieben sein lassen, mit Seiner universellen Liebe, die alles umschließt und belebt.

    39. Das Wort des Herrn ist nicht nur schlicht, sondern auch vollkommen, und es ist notwendig, dass ihr es mit zubereitetem Geist studiert, damit ihr es verstehen könnt.

    40. Führt diese Studien inmitten eurer Versammlung durch, bei welcher die Vorbereitung euch allen helfen wird.

    41. Bildet eine Zusammenfassung vom Worte, das der Herr euch gegeben hat, wie auch von den geistigen Begebenheiten, die sich in eurer Mitte ereignet haben. Sucht im Sinngehalt/in der Tiefe jener schlichten, dem Anschein nach unbeholfenen Worte die Wahrheit, die Größe und Schönheit der göttlichen Essenz.

    42. Dringt in tiefgründiges Studium ein, in die eingehende Analyse und in das Verständnis des Werkes des Herren.

    43. Heute ist der Herr Selbst der Meister, morgen werdet ihr an Seiner statt zurück bleiben.

    44. Viele werden euch Lehrer nennen wollen, doch ihr werdet ihnen sagen: „Es gibt nur einen Meister und das ist der Herr. Er ist es, Der uns das Gesetz hinterlassen hat, Der uns Seine Lehre, Seine Offenbarungen und Ratschläge gegeben hat.

    45. Niemals soll die Eitelkeit sich eurer bemächtigen [1 Sam 12,21], niemals sollt ihr euch durch ein solch niederes Gefühl verführen lassen, damit ihr so die Demütigen und von Herzen Sanftmütigen seid.

    46. Als ihr eure Liebe einem anderen Herzen gegeben habt, als ihr ein Werk getan habt, in welches ihr euren Geist gelegt habt, habt ihr bald die Frucht eures Bestrebens gesehen, und jener Samen, den ihr mit Liebe gesät habt, wächst weiter und gibt Frucht.

    47. Durch dieses geistige Werk (hier) werden die Menschen zur Gleichberechtigung4 gelangen, zur Liebe und Barmherzigkeit. Alle werden eine einzige Familie bilden, und was dem einen gehört, wird auch dem anderen gehören. Alle werdet ihr euch als Brüder anerkennen, denn ihr werdet in eurem Nächsten den Herrn, Sein Werk und Seinen Willen erkennen, und ihr werdet euch lieben und euch gegenseitig respektieren.

    48. Wie sehr könnt ihr von jetzt an praktizieren, Brüder, im Schoße eures Heimes und unterwegs!

    49. Praktiziert, tragt in eurem Herzen den guten Willen, den Wunsch, anderen zu dienen und ihnen zu helfen.

    50. Entzweit euch nicht und stellt auch keine Grenzen auf. Öffnet euer Herz der ganzen Menschheit, damit sie in euer Inneres eintreten und alles kennen lernen kann, was ihr empfangen, was ihr ausgeübt habt und so – nachdem sie euer klares Beispiel gesehen hat – euch nachahmen kann.

    Der Friede des Herrn sei mit euch!

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