Erläuterung Nr. 22

1. Die Geistige Lichtwelt möchte im ganzen spiritualistischen Volk Selbstsicherheit sehen; diese bewusste Sicherheit, die durch das ausdauernde Studium und die Ausübung des Wortes des göttlichen Meisters erlangt wird.

2. Wir möchten in euch nicht die Scheinsicherheit sehen, die vom Fanatismus herrührt, denn diese falsche Sicherheit und dieses falsche Selbstvertrauen verschwinden im Augenblick der Prüfung, sie verflüchtigen sich.

3. Der Vater hat euch auf verschiedene Arten geprüft, damit ihr Seiner und eurer selbst sicher seid.

4. Euer Geist weiß, dass diese Etappe (der Kundgabe) mittels des menschlichen Verstandesorgans zu ihrem weisen und gerechten Ende gelangt, und dass die Göttlichkeit euch durch dieses Mittel alles gesagt hat, was Sie euch zu sagen hatte, damit ihr stark an Geist und Körper seid und bereit, die letzten Worte zu empfangen, die das Göttliche Wort euch in dieser Form der Mitteilung gibt.

5. Es ist sehr natürlich, dass die Traurigkeit über euch kommt, dass in den Herzen Wehmut ist. Selbst die Apostel des Herrn fühlten sich in der Zweiten Zeit von Traurigkeit übermannt, als sie die letzten Worte ihres geliebten Meisters hörten, auch wenn sie wussten, dass sie ihn wieder antreffen würden, da Er ihnen die Verheißung gegeben hatte, dass er eines Tages zurückkehren würde. Und dennoch war dieser Moment schwer und traurig. [Mt 26.21-22]

6. Doch es wäre nicht gerecht, Jünger der Dritten Zeit, dass ihr – wenn die durch euch befürchtete Stunde der letzten Kundgabe des Vaters durch das menschliche Verstandesorgan da ist – dem Meister Verzweiflung, Verwünschungen, Forderungen und Bitten vorbringen würdet, damit Er sich euch weiterhin mitteile.

7. Wenn ihr, nachdem das Göttliche Wort aufgehört hat, mittels des Menschen zu sprechen, und trotz eurer geistigen Erhebung, eures inbrünstigen Gebets und euerer größtmöglichen Anstrengung, die beste Gottesverehrung zum Vater zu erheben, ihr in den ersten Tagen nicht die großen Beweise seiner geistigen Anwesenheit unter euch bekommt und seine Gegenwart nicht wahrzunehmen scheint, so verzweifelt nicht.

8. Der Meister wird euch einige Augenblicke auf die Probe stellen, doch später, wenn die Jahre vergehen, wird Er euch große Anreize geben, damit ihr den Weg fortsetzt. Er wird euch auf dem Weg mit deutlichen geistigen Bekundungen ermutigen, die bewirken werden, dass das Volk vereint bleibt, voller Eifer bei der Erfüllung und immer im Zustand der Wachsamkeit.

9. Wir, die geistigen Heerscharen des Herrn, sind mit eurem Geist in den geistigen Gefilden zusammengekommen und haben eine große Annäherung mit den Menschenmengen erreicht, welche der Herr durch seine geistige Lehre sensibilisiert hat. Ihr habt ja unsere Gegenwart gespürt, habt unsere Inspiration beachtet und unsere Ausströmungen empfangen.

10. Die lange Zeit, die ihr in Kontakt mit der Geistigen Lichtwelt gewesen seid, hat euch Entwicklung, Kenntnis, Sensibilität wie auch Erhebung gegeben, um uns, euren geistigen Geschwistern, nahe zu sein.

11. Wenn wir in den ersten Zeiten unserer Kundgabe an euch durch das menschliche Verstandesorgan den größten Teil tun mussten, um durch Vermaterialisierung zu erreichen, von euch gespürt und verstanden zu werden, so seid ihr es in diesen letzten Tagen unserer Kundgabe gewesen, die durch eure Erhebung zu uns gelangt seid, und unsere Begegnung fand in den hohen Regionen des Geistes statt.

12. Geht deshalb mit festem Schritt auf dem Weg weiter, mit der vollkommenen Sicherheit, dass ihr mit dem göttlichen Meister Zwiesprache haltet. Ihr werdet (auch) in ständiger Kommunikation mit der Geistigen Lichtwelt sein, mit der Gewissheit, dass uns nichts voneinander trennen kann, und dass eure Entwicklung schon bedeutend ist.

13. Wie groß auch die Verwirrungen sind, die zur Erde gelangen, wie groß die Erdumwälzungen und verheerenden Katastrophen, geistiger oder materieller Art auch seien, welche diesen Planeten erreichen, nichts wird euch verunsichern können, denn ihr habt den Baum an seiner Frucht erkannt. [Lk 6.44]

14. Von jetzt an werdet ihr ohne Furcht jede Frucht probieren können [Gen 2.16], denn ihr versteht es schon zu unterscheiden, welche Frucht wahres Leben und welche Gift enthält.

15. Wenn ihr in der Vergangenheit Enttäuschungen und Hindernisse auf diesem Weg hattet, werdet ihr sie (von nun an) nicht mehr haben.

16. In der Stunde der Finsternis werden eure Augen den tiefen Abgrund sehen, in welchen die Menschen gefallen sind [Offb 17.8], wo ihre Gewissen 1 ) und ihr Geist* begraben liegen, und dorthin wird eure Hand ihnen die Rettung bringen.

17. Euer Wort wird die Essenz (Sinngehalt) in sich tragen, welche der Meister in euch gelegt hat, und dieses Wort wird Leben sein für die geistig Toten. Nehmt aus dieser unerschöpflichen Lehrquelle weiterhin all das, was euer Geist braucht, um sich weiterhin zu stärken. Er fülle sich mit Licht und Mut, denn morgen werdet ihr all das als Waffe brauchen, um mit ihr die Feindseligkeit zu bekämpfen.

18. Wenn sich das Gehirn der geistig Begabten für diese Kundgabe verschlossen haben wird, dann erlaubt nicht, dass mit der Zeit in euch der Eindruck entsteht, dass wir abwesend oder fern von euch sind, dass wir weit weg sind. Nein, meine Brüder und Schwestern, diese Empfindung, diese Kälte und dieses Vergessen mögen nicht zu euch gelangen, denn ihr würdet in der Zukunft nicht mit euren Schutzgeistern zusammenarbeiten können.

19. Wir möchten weiterhin mit euch einen einzigen Willen bilden, eine einzige Kraft und einen einzigen Soldaten. Vergesst nicht, dass ihr mit der Hilfe dieser geistigen Wesen durch die großen Kämpfe des Lebens, wie auch jener des Geistes, gegangen seid. Wir waren (für euch) Schild, der euch vor den Giftpfeilen beschützt hat, wir waren das Schwert, welches zu eurer Rechten eure Feinde bekämpfte, wir sind Berater, Ärzte, Freunde und Geschwister gewesen.

20. Vergesst nie, dass wir zu euch gekommen sind, um euch die Geheimnisse des Herrn zu erklären, gemäß dem Willen des Herrn und bis wohin Er es uns für unsere Schutzbefohlenen erlaubt hat. Morgen werdet ihr fortfahren, euch der geistigen Lichtwelt anzugleichen, werdet unsere Gegenwart fühlen, werdet unsere Inspirationen erhalten und die Wunder mit Händen greifen, die der Vater durch uns auf eurer Lebensreise verwirklichen wird, um euch auf dem Weg zu ermutigen.

21. Denkt nicht, dass die erhobenen geistigen Wesen in weit entfernten Regionen leben, denn im Geistigen kann man keine Entfernungen messen, diese gehören nur dem Materiellen an.

22. Heute versteht ihr die Reichweite des Gedankens (noch) nicht, die Ausstrahlung, welche das Fluidum eines Wesens ausüben kann, das Durchdringungsvermögen des geistigen Blicks, Dinge, die nicht einmal wir in menschlicher Sprache ausdrücken können, und die wir mit unseren Erklärungen nur zwischen den Zeilen erahnen oder fühlen lassen können. Diese Dinge werden die einen verstehen, wenn ihre geistige Entwicklung eine große Erhebung erreicht hat, und die anderen, wenn sie nach dem körperlichen Tod ins Jenseits eingegangen sind.

23. Denkt auch nicht, dass – wenn wir mit wichtigen Aufgaben beschäftigt sind, die der Vater uns anvertraut – wir euch nicht in euren kleinen Sorgen beistehen können, denn wir wachen aufmerksam über die kleinen und großen Dinge eures Lebens, immer bereit und voller Brüderlichkeit. Bei vielen Gelegenheiten ist es für uns nicht einmal nötig, dass ihr unsere Anwesenheit bemerkt, und es gibt so viele Dinge, welche die Geistige Lichtwelt unter den Menschen vollbringt, ohne dass diese ihre Anwesenheit bemerken.

24. Wir wünschen uns, dass ihr viel Vertrauen in diese Diener des Herrn habt, und wir dienen euch auch gerne, da in unserem Geist keine Müdigkeit herrscht; der Schmerz, den wir fühlen, ist nicht wegen uns selbst, und es gibt keine Uhr, die uns die Arbeits-, Ruhe- oder Mahlzeit anzeigt. Wir sind außerhalb von all dem, unser Geist empfindet kein anderes Bedürfnis als jenes, die Leiden jener zu lindern, die sie erdulden. Es gibt kein anderes Ideal in uns, als unserem Vater und unseren Geschwistern wohlgefällig zu sein.

25. Die Zeiten werden ihrem Lauf folgen und sich wandeln; euer Leben wird sich vollständig ändern, das Angesicht dieser Erde wird sich verändern, und diese Umwandlung wird schmerzlich sein.

26. Es wird eine moralische und geistige Zeitenwende in der Menschheit geben, und dieser Übergang wird wie alle (anderen) für die Menschen hart sein. Die Menschheit wird große Krisen durchleben, sie wird große Gefechte ausführen, weil sie sich an falschen Wahrheiten festhalten wird, die sie später (wieder) verneinen wird. [Lk 17.26-27]

27. All dies werdet ihr mit euren eigenen Augen sehen, ihr werdet Zeugen all dieser Dinge sein, meine Brüder und Schwestern, denn der göttliche Meister hat es angekündigt, weil diese Zeiten, die ihr jetzt erlebt, die Vorhut und der Beginn für jene sind, die folgen. In diesen Stunden der Prüfung werdet ihr die Notwendigkeit spüren, dass die Geistige Lichtwelt sich unter euch bekundet, und ihr werdet Momente des Zweifels erleben. Die Unsicherheit wird viele Male über euch kommen, und ihr werdet euch dann schmerzlich und mit Wehmut an jene Zeiten erinnern, in welchen ihr ein geistiges Wesen angerufen habt, und dieses die Erlaubnis hatte, sich euch mittels geistig Begabter materiell kundzutun.

28. Ihr werdet euch an die Zeiten erinnern, in welchen diese Wesen eure Konflikte bis hin zu den kleinsten lösten. Doch wir versichern euch jetzt für die zukünftigen Zeiten der Ungewissheit, dass wir dann nicht abgewandt, taub oder unempfindlich sein werden. Wir werden nahe sein im Geistigen, damit ihr, erfüllt von dieser Sicherheit und von diesem Vertrauen in unsere Inspirationen und in eure Verzückung, mit aller Klarheit, mit aller natürlichen Selbstverständlichkeit unseren geistigen Rat erhaltet. Es wird genügen, dass ihr uns anruft und euch erhebt.

29. Euer Herz wird schneller schlagen, ergriffen von der Gewissheit, dass es die Stimme der Geistigen Lichtwelt empfangen hat; ihr werdet über die Zwiesprache von Geist zu Geist staunen, und so gestärkt werdet ihr dem Vater unendlich dankbar sein, dass Er euch die Unterweisung und Gnade dieser Dinge gewährt hat.

30. Dann werdet ihr vollkommen davon überzeugt sein, dass die Kundgabe des Göttlichen Strahls und der Geistigen Lichtwelt durch die geistig Begabten ihre Zeit und ihren guten Grund hatten, wenn auch der Augenblick gekommen ist, da dieser Berechtigungsgrund erlischt und einer neuen Etappe Raum gibt, einem neuen Weg geistiger Entwicklung.

31. Unter euch werden, wenn diese Kundgabe ihr Ende erreicht, wie zu allen Zeiten jene auftauchen, die sich selber Bedeutung geben, hervorstechen und sich höher fühlen wollen; und unter den Uneinsichtigen, welche die Unterweisung des göttlichen Meisters nicht zu nutzen verstanden, wird es solche geben, die sich Minister des Hohen, Priester des Ewigen nennen werden. [Mt 13.22]

32. Angesichts des fehlenden vermenschlichten Wortes des Herrn, werden viele befremdliche Dinge auftreten, o meine Brüder und Schwestern! Die Geistige Lichtwelt möchte euch sagen, dass ihr große Initiativen ergreifen könnt, dass ihr in der Zukunft die großen Schritte tun könnt, die ihr bis dahin nicht getan habt, und im Wort des Göttlichen Meisters werdet ihr, wenn ihr euch darin vertieft, (Dinge) finden, die ihr jetzt nicht einmal erahnt.

33. Doch wacht darüber, dass ihr das Werk nicht in seinen Grundfesten verfälscht, denn seine Fundamente sind unveränderlich und die Vorschriften des Gesetzes sind auf ewig vollkommen.

34. Wenn ihr in der geistigen Gemeinde jene auftauchen seht, die sich Propheten nennen, ohne es zu sein, und die gierig nach Schmeichelei und Ruhm sich die Unwissenheit der Menschenmengen zunutze machen, so deckt sie auf, ohne sie zu verraten; korrigiert sie, doch tut es innerhalb der Unterweisungen, die der Göttliche Meister euch hinterlassen hat. Erinnert euch daran, dass ihr kein Recht habt, jemanden öffentlich anzuzeigen, denn ihr sollt weder Richter noch Angeklagte sein.

35. Seht, weshalb es da manchmal für die Menschen schwierig ist, die geistige Lehre zu erfüllen, denn sie setzt wahre Erhebung voraus, Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit. Bleibt als Wächter dieses geistigen Schatzes zurück, indem ihr die Reinheit dieser Lehre weder verfälscht noch, dass sie verfälscht wird.

36. Übt keine unvollkommenen (Kult)formen aus noch duldet sie. Das geistige Werk muss in all der Reinheit gezeigt werden, wie der Herr es euch gelehrt hat. Vergebt die Irrtümer, doch sucht immer die wahre, unsterbliche und vollkommene Essenz jenes (göttlichen) Wesens, das ganz Vollkommenheit ist.

37. Der göttliche Meister hat seinen Schülern immer die gegenseitige Achtung gelehrt. Jener alte Geist der Kritik, der in euch war, um über die religiösen Handlungen der anderen zu urteilen, ist verschwunden. Jetzt wisst ihr, dass alle Geister sich im Aufstieg auf der Leiter befinden, die zu Gott führt, und dass jeder Geist sich auf einer anderen Stufe dieser Leiter befindet, die unendlich ist.

38. Ihr sollt Rücksicht nehmen auf die Schrittgeschwindigkeit, mit welcher die anderen auf dieser Leiter gehen; denn das wird der Beweis dafür sein, dass ihr die Vergeistigung verstanden habt, indem ihr den Grad an Entwicklung oder an Zurückgebliebenheit, die jeder einzelne eurer Geschwister eurem Urteil nach hat, respektiert.

39. Nun aber sollt ihr diesen Respekt nicht von den Religionen und Sekten erwarten; eine Achtung, die sie weder für euch noch für die anderen besitzen, die nicht so wie sie denken.

40. Wenn ihr in eurem Herzen und in eurem Leben Drohungen, Verhöhnung, Kritik, Spott, Verfolgung und sogar Verleumdung empfangt, wird es ein Beweis für euch sein, dass der Vater euch geistig bereits über alle menschlichen Erbärmlichkeiten gestellt hat, und dass die Ignoranz, die andere zeigen, seit langer Zeit von eurem Geist abgefallen ist, so, wie wenn von eurem Körper ein altes, nicht mehr brauchbares Gewand abfällt.

41. Im Schoße Israels soll Gerechtigkeit und Gleichmütigkeit herrschen, wenn ihr die Religionen beobachtet, und ihr sollt im Schoße dieser Menschheit und der verschiedenen Glaubensrichtungen, die tugendhaften und erhobenen Geister zu entdecken vermögen. Viele von ihnen verstehen es, sogar innerhalb der Abgötterei, innerhalb der zurückgebliebenen religiösen Traditionen und Kulte, die von der Lehre des Herrn abweichen, die göttliche Unterweisung auszuüben, und verstehen es, in der Tugend zu leben.

42. Jenen Geistern sollt ihr begegnen, denn im Grunde genommen werden sie euren (Geist) brüderlich umarmen. Die Verschiedenheiten der Kultformen sind oberflächlich, und ihr dürft nicht erlauben, dass diese Unterschiede einen Schock in eurem und ihren Herzen verursachen. Dringt mit Gelassenheit, Barmherzigkeit und Liebe in diese Herzen ein, und sie werden (ihre) Türe öffnen, um euch willkommen zu heißen.

43. Ihr werdet Ihnen Unterweisungen bringen, doch achtet darauf, Brüder und Schwestern, dass ihr bereit seid, auch von ihnen große Unterweisungen zu erhalten.

44. Der Heilige Geist hat sich in hohem Maße über euch ergossen [Joel 2.28], aber ihr könnt nicht mit Recht sagen, dass ihr die ersten seid, die die Unterweisungen ausüben. Ihr wisst nicht, ob es im Schoße anderer Ideologien n.

45. Habt niemals Vorurteile, so wird dann der Tag kommen, an welchem keine Beleidigungen mehroder Religionen Geschwister gibt, welche die Barmherzigkeit und Vergeistigung mit größerer Vollkommenheit ausüben als ihr selbst.

46. Seid immer weitsichtigen Geistes, um zu sehen, zu urteilen und zu verstehe in euer Herz eindringen noch wird es Hass in sich beherbergen, und kein Egoismus wird sich mehr in ihm bilden können. Denn dann werdet ihr verstanden haben, es für die Inspirationen ebenso wie für das göttliche Licht zu öffnen, und auch für die Essenz in der Liebe zu euren Brüdern und Schwestern.

47. Ihr werdet eure Zeit unter den Menschen demütig und still und ohne Zurschaustellung verbringen, ihr werdet einer unter vielen sein. So möchte der Vater euch sehen, als wahre Spiritualisten, die im Tiefsten das Heiligtum tragen, und von dort, im Erhabensten eures Geistes, werdet ihr die Gabe, die ihr besitzt, in die Bedürftigen ausgießen.

48. Wenn euch heute die Gelegenheiten dazu fehlen, so ist es, weil die Zeit noch nicht gänzlich bereit ist für eure Taten, doch diese Zeit wird kommen, und ihr werdet in eurem Geiste die dringende Notwendigkeit spüren, zu sprechen, zu lehren, Barmherzigkeit in die Herzen auszugießen, die Bedürftigen zu beraten, Durchbrüche aus Licht in der Menschheit zu öffnen, der Welt zu verkünden, dass der Heilige Geist gesprochen hat und Er es ist, der (euch) unaufhörlich inspiriert.

49. Heute verspürt ihr dieses Bedürfnis noch nicht, doch sobald euer Geist mit Gnade erfüllt ist, werdet ihr euch fieberhaft danach sehnen, dass der günstige Zeitpunkt komme, um euch zum Kampfe zu erheben. Nutzt also die Zeit, seid unermüdliche Diener des Herrn.

50. Euer Weg wird trotz aller Schwierigkeiten, die ihr in dieser Dritten Zeit im Werk des Herrn überwinden müsst, niemals von unmöglichen Situationen des Lebens übersät sein.

51. Brüder und Schwestern, ihr werdet alles mit dem Gebet, dem Einvernehmen und der Erhebung überwinden, alles werdet ihr meistern, ihr werdet sogar den Tod selbst besiegen, der das größte Hindernis sein könnte, denn der Tod ist nicht euer Feind [1 Kor 15.55], er ist Verbündeter des ewigen Lebens, weswegen ihr nichts von ihm zu befürchten habt. Er wird zu seiner Zeit zu euch gelangen, verzögert ihn nicht noch ruft ihn, lasst ihn zu seiner Zeit kommen, denn er bringt immer eine Botschaft des Vaters mit sich, die er jedem einzelnen von euch übergeben wird. Dann werdet ihr sehen, wie das Tor zur Ewigkeit sich vor euch öffnet, und ihr werdet mit festem und sicherem Tritt die letzten Schritte auf dem Weg tun, der euch zur Ewigkeit führt.

52. Dies sind die letzten Gelegenheiten, die wir haben, um uns euch mittels des menschlichen Verstandesvermögens mitzuteilen. Und die Traurigkeit, die über uns kommt, ist nicht, weil wir aufhören werden uns durch euch kundzutun; diese Traurigkeit, die so groß ist, und die ihr nicht verstehen könnt, ist auf andere Gründe zurückzuführen: Einerseits, weil wir das Volk Gottes geteilt sehen, Kälte im Herzen tragend, mit Mangel an gegenseitiger Nächstenliebe, wenn wir die fehlende Vorbereitung dieses Volkes und das kaum vorhandene Bewusstsein angesichts des transzendenten Augenblicks sehen, der näher kommt, des Tages, an welchem der Herr sein Wort mittels dieser Mittler beendet.

53. Die Inspiration des Herrn wird oftmals nicht beachtet, seine Aufrufe zur Brüderlichkeit und zur Einheit werden nicht erhört, und seine Berichtigungen und Forderungen werden nie seiner Gerechtigkeit zugeschrieben, sondern auf die Neigung der Stimmträger zurückgeführt.

54. Wir sehen, wie ihr in die Routine und Lethargie eingetaucht seid, und wie ihr Tränen anhäuft, um sie an dem Tag zu vergießen, an welchem das Wort des Meisters durch die Vermittlung des Menschen sich von den Menschen verabschiedet. Die Traurigkeit, die in der geistigen Lichtwelt herrscht, existiert, weil die Menschheit diese Zeit nicht zu nutzen verstand.

55. Das Gericht des Vaters erwartet die Menschheit, damit sie aufwacht [Offb 14.7]. Dann wird der Mensch wissen, dass es eine starke, unbesiegbare Hand gibt, die nicht jene des Menschen ist, und dass es eine höhere Macht gibt, die größer ist als er, und dass diese Macht nicht irdisch ist. Dann wird er seinen Blick zur Höhe erheben und dort den Allmächtigen sehen.

56. Der Tag rückt näher, an welchem ihr der Ankunft des Messias gedenken werdet, des Gedenktages, an welchem die Menschen ihr Alter vergessen; an welchem die Jungen und Greise sich wie Kinder und die Kinder sich wie Engel fühlen.

57. Der Geist des Meisters und die Erinnerung an seine Ankunft erfüllen alle Herzen und bewegt sie zur Erhebung, zur Brüderlichkeit und zum Frieden.

58. Wachet, damit an diesem Tag, in jener Stunde der Erinnerung, die Menschen zulassen, dass das Licht des Vaters bis auf den Grund ihres Herzens vordringt, damit sie den Geist der Geburt des Herrn empfinden, und damit die Menschen in dieser Erhebung verstehen, sich vergeben und einander lieben.

Der Friede unseres Vaters sei mit unseren Brüdern und Schwestern!

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