Erläuterung Nr. 28

1. Israel wird nicht über Mysteriöses 1 zur Menschheit sprechen. Der Geist des Menschen ist der Unwissenheit und Mysterien überdrüssig, denn er ist lange zwischen dem Zweifel und der Unentschlossenheit umhergeirrt, er ist lange in der Ungewissheit herumgewandert.

2. Ihr, das Volk Gottes, der Sohn des Lichts, sollt die Finsternis, welche die Menschheit bedeckt, nicht vermehren, indem ihr zu ihr von Mysterien sprecht und auch nicht, indem ihr ihnen die Unwissenheit zeigt.

3. Ihr werdet ihr die Fackel des Wissens, des Glaubens, der Kenntnis und der Offenbarung bringen und werdet all das erhellen, was der Geist nur in Finsternis gehüllt sah, bedeckt von einem Mantel der Unwissenheit, den sie Mysterium nennen.

4. Es gibt viele Dinge, die der Herr den Menschen offenbart hat, Dinge, die Er nicht in Geheimnisse einhüllen wollte.

5. Euch selbst, zu denen Er mit lebendigem Wort gesprochen hat, in welchem Er euch große Dinge offenbart, geschieht etwas ähnliches wie den Menschen, die in allem ein Geheimnis sehen und die mangels Gebet, Ergründung, Vergeistigung und mangels Vertiefung ins Studium der Lehre und Unterweisungen des Herrn, kein Verständnis erlangt haben für die Offenbarungen, die Er immer gemacht hat, und mit welchen Er das Nichtwissen und den Aberglauben vernichtet, die Geheimnisse auflöst und das Undurchschaubare aufhellt.

6. Der Geist des Kindes wird niemals die Weisheit des Vaters in seiner ganzen Fülle besitzen können.

7. Der Geist des Kindes wird niemals die Dimensionen des universellen Geistes des Vaters besitzen, noch wird er jemals die verborgenen Schatzkammern der Göttlichkeit ausschöpfen.

8. Doch der Vater hat für das Kind eine Fülle an Weisheit, Liebe, Gnade, Verständnis und Auffassung aufbewahrt. Und dieser Reichtum ist so groß, dass die Ewigkeit nicht reichen würde, um das Ende des Weges, welchen Gott eurem Geist gewährt, zu erreichen.

9. Unendlich ist euer Weg, wie auch eure Bestimmung unendlich ist. Und wenn ihr es nicht einmal erreicht, das Ende eures Weges zu erahnen, wie beabsichtigt ihr da, die tiefgründigen, verborgenen Schatzkammern kennenzulernen, die nur Gott kennt?

10. Fühlt in eurem Geist den Antrieb der unbeschreiblichen Freude, dass ihr nie ein ›Bis-Hierhin‹ erreichen werdet, dass ihr ewig durch die göttliche Offenbarung und den göttlichen Willen neue Dinge kennenlernen werdet, schöne Dinge, die euch in Staunen versetzen werden, Dinge, die immer zugunsten eures Geistes sein werden.

11. All dies werdet ihr aufgrund eurer Liebe zum Vater und wegen eurer eigenen Verdienste empfangen.

12. Ihr werdet nicht zur Menschheit gehen und ihr sagen, dass die Wiederkunft des Vaters in dieser Zeit kein Mysterium ist, ohne erklären zu können, weshalb Er gekommen ist, ohne zu wissen, wer ihr seid, ohne das Mysterium der Trinität, der Sieben Siegel und der Verheißung seiner Wiederkunft zu verstehen."

13. Bevor ihr die Frucht den anderen zu essen gebt, werdet ihr sie gekostet haben, und diese Frucht ist diese Lehre, dieses göttliche Wort.

14. Verwandelt euch deshalb nicht in Theologen, seid immer schlichten Geistes. Die Theologen haben nie die höchsten Wahrheiten aufgenommen, es waren die einfachen Geister, die durch Offenbarung empfangen haben.

15. Hört zu und versteht: Seid die guten Jünger des Vaters. Befragt die verborgene Schatzkammer mit Respekt, mit Ehrfurcht, mit Liebe und empfangt vom Heiligen Geist nach seinem Willen. Wünscht nicht, über das hinauszugehen, was für euren Geist nützlich ist. Denn ihr empfangt vom Vater gemäß eurer Zubereitung und eurer Befähigung.

16. Wenn es nicht so wäre, hätte es nicht Drei Zeiten gebraucht für eure Entwicklung und für euer Verständnis. Eine einzige Zeit hätte gereicht, um dem menschlichen Geist all das zu geben, was er auf seiner Lebensreise benötigen würde. Doch da dem nicht so war, übergab der Vater in der Ersten Zeit, bis wohin das Auffassungsvermögen des menschlichen Geistes ihm zu empfangen erlaubte; dasselbe geschah in der Zweiten Zeit.

17. Nach dem Scheiden des Göttlichen Meisters in jener Zeit, begann für die Menschheit ein sehr großer Kampf. Die Diskussionen und Überlegungen, die Zweifel und Fragen um Jesus kamen auf, ob Er Gott sei oder nur ein Abgesandter.

18. Die Menschen fragten sich, ob der Geist Jesu oder Christi, derselbe Geist Jehovas sei oder der eines Menschen wie aller anderen, und das Studium darüber wurde für jene Geister komplizierter, wenn sie dessen gedachten, dass Jesus zu ihnen von der Ankunft des Heiligen Geistes sprach.

19. Die Verwirrung wurde größer und die Menschen fragten sich: Wer ist Jehova? Wer ist Jesus? Wer ist der Heilige Geist, von dem Er zu uns sprach? Welches Verhältnis existiert zwischen der einen Person und der anderen? Sind es drei Götter oder drei Personen? Oder sind sie ein einziger Gott?

20. Und in jedem der Zweige, die aus dem Christentum hervorgingen, entstanden diese Diskussionen. Und als sie nicht zur Aufklärung dieser Fragen kamen, nannten sie 2 es Mysterium. Und als die Menschheit, hungrig nach diesen Erklärungen, sie befragte, brachten sie die Fragen der Menschen zum Schweigen, indem sie ihnen sagen: "Dies ist ein Geheimnis."

21. Doch der Geist der Menschheit sollte voranschreiten und sich weiter entwickeln, und deshalb, fragte er weiter, sich mit jenem Beschluss und jener Definition 3 nicht zufriedengebend.

22. Die hochrangigen Würdenträger der Religionen riefen große Konzilien ein, feierliche, vertrauliche Versammlungen, in welchen die Theologen, die sich mehr befähigt fühlten, um über die Göttlichkeit und die damit verbundenen Dinge zu diskutieren, sich versammelten, um über ihre Gründe, ihre Überlegungen und Vorstellungen nachzudenken und diese darzulegen. Danach kamen sie zu einem entscheidenden Schluss, und diesen auferlegten sie der Menschheit als ein Dogma.

23. Sie vergaßen, dass der Heilige Geist noch kommen werde, in Erfüllung der durch Jesus gegebenen Verheißung [Joh 14.26], und dass Er es sein werde, der kommen werde, um die Geheimnisse aufzuklären und die wahre Definition solch tiefgründiger Dinge zu geben.

24. Aufgrund jenes Dogmas, schreitet die Menschheit seit langer Zeit voran mit einer irrtümlichen Vorstellung, einer (falschen) Idee, die fest verwurzelt ist, die Trinität und die Göttlichkeit Christi betreffend.

25. Doch siehe, meine geliebten Brüder und Schwestern: Die Dritte Zeit ist gekommen, und die Prophezeiung hat sich erfüllt. Der Heilige Geist hat sein Licht in Fülle über jeden Geist und jedes Fleisch ausgegossen, über jede Kreatur und über alle Dinge [Joel 3,1]. Dieses Licht hat das Wunder bewirkt, dass alle existierenden Geister sich aufrichten, erwachen und die verborgene Schatzkammer, die Unendlichkeit und die Göttlichkeit befragen.

26. Von Neuem sind die Diskussionen über das Mysterium der Trinität unter den Religionen und Sekten in Erscheinung getreten. Jeder glaubt, die vollkommene Definition dieser Dinge zu besitzen.

27. Jeder Theologe und jede Religion, glaubt die Wahrheit auf absolute Weise zu besitzen, und die einen vergleichen ihre Vorstellung, ihre Studien, ihre Gedankengänge mit jenen der anderen, und in keinerlei Hinsicht stellen sie sich als übereinstimmend heraus.

28. Die einen sehen die Göttlicheit auf eine Art an, und die anderen auf eine andere. Doch wer unter ihnen allen hat Recht?

29. Der Meister hat euch Trinitarier genannt, und als solche liebt ihr Gott als Vater, als Sohn und als Heiligen Geist. Doch ihr sucht mehr nach Ihm in der Person des Sohnes, als Meister, denn ihr wisst, dass Christus Liebe ist, Unterweisung, Opfer und Zärtlichkeit ist. Ihr sucht Gott nicht oft als Vater auf, denn ihr habt von Ihm die Vorstellung eines Richters, und deswegen fürchtet ihr seine Beanstandung und seine unerbittliche Gerechtigkeit. Auch ruft ihr Ihn nicht als Heiligen Geist an, weil ihr durch euer menschliches Leben vermaterialisiert seid, und kümmert euch mehr um die moralischen und materiellen Dinge als um das Licht, die Erhebung, die Reinheit und Vollkommenheit, die verborgene Schatzkammer und die Weisheit, alles, was dem Heiligen Geist zugehörig ist.

30. Gott ist ein einziger Geist, eine einzige Person.

31. Jener, der zu euch in der Ersten Zeit sprach und euch das Gesetz übergab, ist derselbe, der in der Zweiten Zeit Mensch wurde und am Kreuz sein Opfer aus Liebe für die Menschheit vollendete. Es ist derselbe, der euch heute durch das Verstandesorgan des Menschen, in kurzer Zeit vorbereitet, damit ihr ab jetzt für immer von Geist zu Geist mit seiner Göttlichkeit Zwiesprache halten könnt.

32. Im selben Gott, im selben Geist, lebt Christus, der Meister, der Heilige Geist, der Schöpfer.

33. Jesus war einzig und allein als Mensch der Sohn Gottes, nicht als Gott.

34. Der Heilige Geist ist nicht etwas Unabhängiges, Gesondertes oder Fernes von Jehova oder Christus. Alles ist dasselbe Licht, dasselbe Gesetz.

35. Man hat euch gesagt, und so habt ihr es gelernt, dass die Trinität aus drei verschiedenen Personen und einem einzigen wahren Gott zusammengesetzt ist. Doch ihr müsst wissen, dass in Gott nicht drei Personen existieren, und noch weniger könnten sie verschieden voneinander sein. Es ist ein einziger Geist, der sich dem Menschen in Drei Zeiten unter drei verschiedenen Formen offenbart hat: Derselbe Vater, derselbe Meister, derselbe Heilige Geist.

36. Kann jemand von euch sagen, dass Jehova, jener, der uns in der Ersten Zeit auf dem Berg Sinai das Gesetz übergab, nicht derselbe Heilige Geist ist, der zu euch in dieser Zeit spricht, und dass Er nicht auch dasselbe Wort ist, das in der Zweiten Zeit in Jesus Mensch wurde?

37. Dies ist die Zeit, in der ihr wahrhaftig euren Vater, euren Gott, kennenlernen solltet, die Zeit, in welcher ihr verstehen solltet, welches seine wahre Trinität ist und weshalb ihr Trinitarier seid.

38. Ich werde euch ein Gleichnis in Erinnerung rufen, das euch der Meister vor langer Zeit gegeben hat; ich werde es für euch kurz gefasst wiederholen:

39. ‹‹‹ Es war einmal ein Familienvater; dieser Mann hatte einen Sohn, ein zartes Kind, und als der Vater sah, dass er so klein war, umhüllte Er ihn mit Liebkosungen, Zärtlichkeiten und Fürsorge. Er spielte mit ihm, und es machte diesem liebenden Vater nichts aus, sich zur Kleinheit seines Sprösslings herabzubegeben, um ihn bei seinen ersten Schritten zu bestärken.

40. Die Zeit verging, und das zarte Kind verwandelte sich in einen Jugendlichen, und der Vater musste natürlicherweise seinen Umgang mit ihm ändern. Die zärtlichen Liebkosungen machten Worten der Belehrung, der Liebe und der Zurüstung Platz. Wenn der Sohn einen Fehler beging, konnte der Vater ihn nicht mehr mit den Wohlgefälligkeiten anhalten, die er mit ihm als Kind gehabt hatte. Und wenn Er ihn mit Eifer und Tatkraft korrigierte, wunderte sich der Sohn zuweilen darüber, und in der Einsamkeit seiner Schlafkammer, in der Stille der Nacht, dachte er darüber nach, ob jener Vater, der ihn auf diese Weise belehrte, derselbe (Vater) sei, der ihn in seiner Kindheit verwöhnte, und es gab Augenblicke, in welchen es ihm erschien, dass sein Vater nicht mehr derselbe sei.

41. Das Leben ging weiter, und der Jugendliche verwandelte sich in einen reifen Mann. Der Vater offenbarte ihm alsdann die großen Geheimnisse des Lebens. In der Kindheit hatte Er ihn verwöhnt und war ihm wohlgefällig gewesen. In der Jugend hatte Er ihn vorbereitet und geführt, und nun, im Erwachsenenalter, übergab Er ihm eine Fülle an Erfahrungen, indem Er zu ihm von Vater zu Sohn sprach.

42. Der Sohn, der bereits das Erwachsenenalter erlangt hatte, war über die Weisheit seines Vaters erstaunt; es schüchterte ihn ein, als er im Herzen und dem Verstand des Vaters so viele Dinge entdeckte, und er fragte sich, wie dieser all dies, was Er ihn jetzt lehrte, bei sich behalten habe. Wer hätte ihm in seiner Kindheit und seiner Jugend gesagt, dass sein Vater solch eine große Fülle an Weisheit und Erfahrung besaß?

43. Als er den Vater aufsuchte, fragte der neugierige Sohn ihn: "Vater, weshalb hast Du mir in den Zeiten, die ich mit Dir verbrachte, nicht all die Dinge gelehrt und übergeben?" Und der Vater antwortete ihm lächelnd mit Zartgefühl: "Weil dein Lebensalter dich (noch) nicht dazu befähigte, mich zu verstehen." ›››

44. Ich frage euch (nun) in diesen Augenblicken, meine Brüder und Schwestern: War der Vater des Gleichnisses eine einzige Person oder waren es drei? Waren es etwa drei Väter? Nein, meine Brüder und Schwestern, ich glaube, ihr seid mit mir einig, dass es nur ein Herz, eine Liebe, ein Vater war. Doch in den drei (unterschiedlichen) Alters(stufen) jenes Sohnes, musste Er seine Weisheit, seine Lehre und Beispiele dem Sohn gemäß seiner Befähigung, ihn zu verstehen, geben.

45. Ihr, Israel, seid der Sohn des Gleichnisses, und dieser liebevolle Vater ist euer Herr, und die drei Alterstufen des Sohnes sind die Drei Zeiten, in welchen der Vater zu seinem auserwählten Sohn gekommen ist.

46. In der Ersten Zeit befand sich Israel in seiner geistigen Kindheit und der Vater goss seine Wohlgefälligkeiten aus, indem er sich vermaterialisierte, damit jene Geister Ihm sicher glauben und folgen werden. Es war nötig, dass der Vater sein Gesetz in Felsen eingravierte, dass er große Wunder vollbrachte, damit jene Geister aufwachen und verstehen.

47. Der Herr musste die Wasser des (Roten) Meeres öffnen, damit sein Volk hindurchginge. Er musste in der Wüste Wasser aus dem Felsen hervorsprudeln lassen, Er musste Manna vom Himmel regnen lassen, damit das Volk Brot esse, wo nicht die geringste Nahrung zu finden war. Er musste das Licht des Tages aufhalten, damit Israel in der Schlacht siegen werde.

48. Und auf diese Weise vermaterialisierte sich der Vater angesichts der geistigen Kleinheit seines Volkes. Israel befand sich in seiner geistigen Kindheit.

49. Als dann die Zweite Zeit kam, wurde Gott Mensch, indem er sein Wort vermenschlichte. Doch Jesus musste die Wunder der Ersten Zeit nicht mehr wiederholen, denn das Volk befand sich bereits in seiner geistigen Jugend, und da es geistig befähigter war für die geistigen Dinge, sollte der Vater ihm eine höhere Unterweisung geben.

50. Der Geist des Vaters vermenschlichte sich, um ein lebendiges Vorbild für das geistige Leben des Menschen auf diesem Planeten zu geben; um die sensibelsten Saiten des Menschen anrühren zu können, und damit Er nicht nur wegen der Furcht und der Angst vor dem göttlichen Gericht Gehorsam empfinge, sondern damit sein väterlicher Geist mit der Liebe geliebt werde, mit welcher Er selbst seine Geschöpfe liebt.

51. Auf diese Weise übergab der göttliche Geist die vollkommene Lektion, von der Geburt bis zum scheinbaren Tod Jesu, durch sein Leben, seine Worte und sein Vorbild, einem fassbaren Vorbild, wie es der Mensch früher nicht gehabt hatte, und wie er es danach nie mehr haben wird – der zum Menschen gewordene selbige Gott, in einem Wesenszug göttlicher Liebe.

52. Das Werk, das Er verwirklichte, obwohl es eine Lektion und ein Vorbild war, das die Menschheit zu allen Zeiten nachzuahmen hat, war für dieses Volk unvergleichlich, denn die Geburt, die mächtigen Werke, das Wort, der Tod Jesu sind unvergleichbar; sie können zum Vorbild genommen, aber nie gleich gemacht werden.

53. Das Werk Jesu ist ein übermenschliches Werk, ist göttliches Werk, ist jenseits der Reichweite des Menschen, denn Jesus war nicht bloß ein Gesandter, ein Prophet oder Erleuchteter – Er war das inkarnierte (Fleisch gewordene) Wort Gottes.

54. Jene Körperhülle, jenes Fleisch, war nur ein durch Gott selbst verwendetes Werkzeug, um mit einem Paar schlichter Füße die Welt zu betreten, um mit einem Paar gesegneter Hände zu liebkosen und zu heilen, um mit einem weisheitsvollen Mund, unermüdlich zu den Menschen von ewiger Liebe und ewigem Leben zu sprechen, und um mit Menschenaugen mit unendlicher Liebe und Vergebung die Menschheit zu betrachten; ein Werkzeug, nichts mehr (noch weniger), doch über jener auf höchst vollkommene Weise zubereiteten Körpermaterie, vibrierte vom Jenseits aus, der einzige Gott, die einzige Göttliche Persönlichkeit, die einzige Universelle Macht.

55. Die Apostel, die Er zu jener Zeit zurückließ, die Er damals erwählte, um jenes hohe Werk weiterzuführen, und in welche Er seine Essenz, seine Weisheit und seine Liebe legte ‒ und die das Saatkorn, welches Jesus ausgesät hatte, zu bewässern verstanden, indem sie das Vorbild ihres Meisters mit ihrem Leben und ihrem Tod ehrten ‒, sie können nicht nur zum Vorbild genommen werden, sondern ihr könnt es ihnen gleich machen. Da sie erhobene Geister waren, wohnte die Göttlichkeit nicht in ihnen. Sie waren inkarnierte Geister, die zur Menschheit gekommen waren, um eine hohe Mission zu erfüllen, und die darin bestand, der Welt zu beweisen, dass die Lehre Jesu Christi zum Vorbild genommen, aber nie auf dieselbe Weise erfüllt werden kann.

56. Heute befindet ihr euch in der Dritten Zeit, der Zeit des Heiligen Geistes, und viele von euch glauben, dass in der Zeit, in welcher der Heilige Geist spricht, der Vater und der Sohn schweigen. Und das ist ein schwerwiegender Fehler, denn wo Jehova sich kundgibt, geben sich ebenfalls das Wort und der Heilige Geist kund. Wo sich das Wort kundgibt, geben sich Jehova und der Heilige Geist kund, und wo sich der Heilige Geist kundgibt, geben sich Jehova und das Wort kund.

57. Es sind nicht drei Personen, wiederhole ich (für) euch, es ist ein einziger Göttlicher Geist; und so spricht in derselben Zeit, in der der Heilige Geist zu euch spricht, der Vater und der Meister, das Wort, zu euch.

58. Heute befindet ihr euch in dem geistig reifen Alter, einem Alter, in welchem der Vater euch große Geheimisse offenbart, solche, die ihr in den vergangenen Zeiten nicht zu verstehen vermochtet, da eure Entwicklung es nicht zuließ.

59. Jetzt seid ihr aufgrund der Prüfungen und der Zeiten des Kampfes bereits befähigt, den Vater zu verstehen. Ihr seid schon Geister mit gänzlich geistigem Verständnis und geistiger Auffassungsgabe, und dies ist die Zeit des Heiligen Geistes, in der der Vater nicht wie in der Ersten Zeit kommt, um sich zu vermaterialisieren, noch wie in der Zweiten Zeit, um sich zu vermenschlichen.

60. Gott kommt nicht mehr, um die Wunder und Zeichen der Ersten Zeit noch die (Heilungs-)Wunder der Zweiten Zeit zu wiederholen, denn ihr bedürft derselben nicht mehr. Er kommt als Heiliger Geist, um den Eifer und die direkte Zwiesprache von eurem Geist mit dem seinigen zu suchen, ohne Symbole und Traditionen, sondern die reine, einfache und schlichte Zwiesprache von Geist zu Geist.

61. Die Verwirrung wird von neuem unter den Menschen sein. Der Kampf der Ideen, die Diskussionen zwischen den verschiedenen Doktrinen und Theorien der Menschen werden aufkommen, doch über euch wird das Licht des Heiligen Geistes strahlen, das immer gewesen ist, das Jehova und Christus ist, der einzige Gott, der war und zu allen Zeiten sein wird.

62. Er wird in euch gegenwärtig sein und euch inspirieren. Er wird durch euch sprechen und die Finsternis der Menschen auflösen, die Überlegungen und Diskussionen zunichte machen und die großen Theologen über die Wahrheit der Trinität Gottes auf eine klare und einfache Art aufklären.

63. Seid dazu schlicht(en Geistes), verliert niemals den Respekt gegenüber der Göttlichkeit, öffnet euren Geist mit der Einfachheit, mit welcher sich die Blumenblüten dem Morgentau öffnen, damit ihr von Ihm den göttlichen Tau empfangt, was das Licht und die Inspiration des Heiligen Geistes ist.

64. Ihr werdet eure Wimpern nicht in den großen Büchern versengen, noch eure Häupter mit menschlichen Ideen erhitzen müssen. Ihr sollt nicht auf konziliäre Beratungen oder Diskussionen eingehen – die Wahrheit eures lauteren Lebens, die Erfüllung sowohl der göttlichen als auch der menschlichen Gesetze, euer Gebet und die Zwiesprache von Geist zu Geist mit der Göttlichkeit werden mehr als genügen, um euch immer an der göttlichen Gnade zu erfreuen, die Inspiration des Heiligen Geistes zu empfangen.

65. Von einem Geist zum anderen, unter allen, die das Universum bevölkern, bestehen fluidische 4 Fäden, die niemals zerreißen und durch nichts zerstört werden können, weder durch die Entfernung von einem Volk auf Erden zum anderen, noch durch die Entfernung von der materiellen Welt zum ›Geistigen Tal‹, auch nicht durch Kriege noch durch den Hass.

66. Nichts, Brüder und Schwestern, kann uns vernichten. Der Tod existiert nicht und die Entfernungen werden durch den Geist verkürzt. Wir sind alle vereint, wir alle brauchen einander, niemand kann sich ein Plätzchen für sich selbst schaffen, und die endgültige Wohnstätte im Vater müssen wir uns erarbeiten, indem wir helfen und von anderen Hilfe bekommen, indem wir lieben und uns von anderen geliebt fühlen, indem wir einander in der Liebe des Vaters lieben.

67. Das letzte Ziel ist jenes, dass alle Geister einander in der Liebe des Vaters in vollkommener Harmonie lieben.

68. Jenes Ziel, zu welchem wir durch die unendliche Güte des Vaters und durch unsere Bemühungen und unsere Liebe gelangen werden, ist die Vollkommenheit.

69. Der Augenblick wird kommen, in welchem jede Sünde, jede Finsternis und alles Böse zerstört zurückbleiben, und alle Geister, denselben Lobgesang anstimmend und einander in derselben Liebe, demselben Licht anerkennend, im Tiefsten unseres Seins, die vollkommene Gegenwart unseres Vaters fühlen werden. Dann werden wir das ewige Leben betrachten und leben können, das Er für seine geistigen Geschöpfe in der Ewigkeit vorbereitet und bereit hält.

70. Diese furchterregende Stunde ist für die ganze Menschheit entscheidend. Es findet eine universelle Erschütterung statt, weil alle Welten, alle durch die Geschöpfe des Vaters bewohnten Wohnstätten auf die Probe gestellt sind, vertieft in den universellen Kampf, um durch eigene Verdienste eine höhere Ebene auf der Leiter der Vervollkommnung zu erreichen.

71. Nach 1950 werdet ihr nicht jene sein, die zu den Menschen von Mysterien sprechen werden, denn was für euch in Schatten eingehüllt ist, wird erhellt werden, und das Licht des Heiligen Geistes wird über ganz Israel sein. Die Kenntnis von dem, worüber ihr sprechen werdet, wird in euch sein. Ihr werdet die demütigen Meister des Spiritualismus sein. Ihr werdet jene sein, die nicht auf den Wegen ausposaunen, jene, die nicht prahlen werden. Ihr werdet euch nicht auffällig kleiden, noch werdet ihr (besondere) Gewänder tragen. Ihr werdet nicht in Katakomben leben, um euch zu verbergen, sondern ihr werdet die Starken, die Freien, die Schlichten sein – mit einem Wort, die wahren Jünger des Heiligen Geistes.

    Der Friede des Vaters sei mit euch!

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