Erläuterung Nr. 13

1.           In der Zweiten Zeit, als für Jesus der Moment gekommen war, mit Seinen Predigten zu beginnen, machte Er sich auf, um dem Mann zu begegnen, der mit dem Wasser des Jordan taufte, Johannes dem Täufer, und vor diesem Mann beugte sich der Meister demütig, um auf diese Weise den Geistern zu zeigen, dass der erste Schritt, um den Weg der Erfüllung, der Liebe und der Opferbereitschaft zu beginnen, jener der Demut und Sanftmut ist.

2.           Ohne Seine vollkommene Reinheit und seine absolute Lauterkeit öffentlich zu verkünden, beugte Er sich vor dem Täufer nieder, wie wenn in Ihm irgendein Schandfleck wäre, wie wenn Er einer mehr unter den Sündern wäre, und in aller Demut empfing Er dieses Wasser [1] . [Math. 3,13-15]

3.           Nachdem Er den Menschen einen solchen Beweis der Demut und Sanftmut gegeben hatte, ging Er in die Wüste, wo Er sich ganz dem Fasten und dem Gebet hingab. Als 40 Tage und Nächte vergangen waren, kehrte Er zu den Menschen zurück. [Lk. 4,1]

4.           Was wollte der Göttliche Meister mit jener Einsamkeit lehren? Wollte Er sich vielleicht von materiell-irdischen Neigungen lösen?

5.           Nein, Brüder, wenn Er so gehandelt hat, dann war es, um den Jüngern und allen Geistern, die Ihm in den verschiedenen Zeiten folgten, zu lehren und zu zeigen, dass, wenn man in einem solch großen Werk wie es das Geistige ist, sich aufmachen möchte, um zu arbeiten, man sich zuvor zurückziehen muss zur Meditation, zur Vergeistigung, zum  wahrhaften Fasten [2] , zur Enthaltung von Versuchungen des Fleisches, um danach die Wanderschaft anzutreten, bestärkt mit einem Ideal, mit einem Plan und einem vorgezeichneten Pfad, mit dem durch das Gebet genährten Geist, um auf diese Weise alle Wechselfälle (des Lebens) durchstehen zu können.

6.           Als Er Sein Fasten in der Wüste beendet hatte, kehrte der Meister zu den Menschen zurück. Dann traf Er jene Fischer am Ufer des (galiläischen) Meeres, Er rief sie und bekehrte sie, Seine Schüler zu sein. Und jene ungebildeten Männer erwachten (geistig). Sie waren einfach, vielleicht wie ihr, unwissend und derb in ihren Gewohnheiten, ihrem Verstand und  ihrem Herzen, doch entwickelt im Geiste, erleuchtet und gestärkt, wie vielleicht auch ihr es seid.

7.           Und jene ungebildeten Männer folgten dem Meister auf seiner Wanderschaft, in den Prüfungen, denen Er sich selber unterwarf, um der Welt Seine Weisheit, Seine Macht und Seine Liebe zu zeigen.

8.           Während drei Jahren begleiteten sie Ihn durch Täler und über Berge, Wege und Städte. Drei Jahre horchten sie auf Seine Worte, die Er im übertragenen Sinn und in Gleichnissen zu ihnen sprach, sahen geistige und materielle Wunder Wirklichkeit werden, wurden Zeugen der mächtigen Werke, die Er tat, der Weisheit, die Er lehrte, wie auch der Liebe, die Er zeigte.

9.           Nur drei Jahre lebten sie mit ihrem Meister zusammen und empfingen Seine vollkommene Lehre. In ihrem Geiste und in ihrem Herzen nahmen sie jene Weisheit und jene (vorbildlichen) Beispiele auf.

10.        Ähnlich diesen drei Jahren sind (nun) diese Jahre von 1948 bis 1950, in welchen die Gegenwart des Göttlichen Meisters unter Seinem Volk ihren Höhepunkt erreichen wird, Jahre geistiger Wunder wie die Menschheit sie nie gesehen hat. Der Schleier wird von all jenen Geheimnissen gelüftet werden, welche wegen eurer mangelnden Vorbereitung nicht vorher aufgedeckt werden konnten.

11.       Es wird Zeichen, Wunder und Werke sowohl unter der Menschheit als auch unter euch geben, damit – nachdem diese Etappe der Kundgabe des Göttlichen Geistes durch das menschliche Verstandesorgan beendet ist –  ihr euch standhaft und sicher erhebt, um weiter vorwärts zu schreiten und euch auf die Stufe der Zwiesprache von Geist zu Geist zu begeben.

12.       Jene unter euch, die dem Göttlichen Wort während vieler Jahre zugehört haben, sollen an der Spitze sein, denn ihr habt lange mit Ihm zusammengelebt.

13.       Nach 1950 wird sich das Werk des Vaters nicht verändern, denn es ist unwandelbar. Nur die äußere Form, die ihr zu schauen wünscht, wird verschwinden, doch der Grund wird immer derselbe sein. Eure Materie [3]   wird es nicht mehr „mit Händen greifen“, noch werden es eure körperlichen Sinne fühlen. In dieser Wandlung, die ihr alle erfahren müsst, sollen in euch weder Wehmut noch Nostalgie nach den vergangenen Zeiten zurückbleiben, damit ihr, wenn jener gefürchtete Tag des Abschieds vom Vater in Bezug auf diese Art der Kundgabe kommt, ihr vorbereitet sagen könnt: „Nein, Vater, es ist kein Abschied von Dir! Es ist nur der Abschied von Deinem durch das menschliche Verstandesorgan (übermittelten) Wort, denn Deine Stimme wird weiterhin in unserem Gewissen, in unseren Inspirationen vibrieren, und Deine geistige Zwiesprache wird wirklicher, tiefgründiger und wahrhaftiger sein.“

14.       Und wenn auch die Geistige Welt sich in dieser Form von euch verabschiedet, wollen wir keine Tränen in euren Augen sehen, noch Schmerz in eurem Herzen. Wir wissen, dass wir unsere Mission zur (vollen) Zufriedenheit erfüllt haben; denn wir, eure geistigen Brüder, eure Freunde, eure Berater und Beschützer gehen nicht fort. Wir werden weiterhin über euch (geistig) vibrieren, eurem Rufe Folge leisten und über eure Schritte wachen.

15.       Dies ist das wahre Werk des Vaters.

16.       Seid wachsam, denn jene, die sich nicht vorbereiten, werden all das, was wir euch erklären, nicht verstehen können und werden jene sein, welche die Menschheit verwirren. Denn sie werden die Veränderung nicht ertragen können, sie werden sich nicht dem vollkommenen Willen des Vaters unterstellen und werden die Abwesenheit des in dieser Form kundgegebenen Wortes nicht annehmen können.

17.       Daraufhin werden die Entweihungen, die verbotenen Anrufungen des Universellen Strahls des Vaters und der Geistigen Welt in Erscheinung treten, und die Gefahr wird dann auf dem Wege auf euch lauern.

18.       Liebe Brüder, helft  den geistigen Wesen weiterhin mit eurer Vorbereitung, vom Unendlichen aus all das zu empfangen, was uns offenbart werden soll. Denkt nicht, dass nur ihr euch unter den neuen Offenbarungen zusammenfindet.

19.       Sogar wir, die Geistige Lichtwelt, befinden uns unter diesen Offenbarungen, denn obwohl es viele Dinge gibt, die der Vater uns bereits offenbart hat, gibt es noch viele Dinge mehr, die uns zukünftig offenbart werden sollen. Begreift: Wenn wir (schon) alles wüssten, befänden wir uns auf der Leiter der Vollkommenheit; doch nein, wir sind noch auf dem Weg, der Jakobsleiter genannt wird.

20.       Die Weisheit Gottes ist unendlich, und der Vater wird uns ewiglich neue Dinge offenbaren, die Seine Göttlichkeit umfasst; alles Dinge, die aus Seiner Liebe stammen, Dinge unendlicher Weisheit, Dinge welche Seinen Kindern förderlich sind für die wahre Größe und den Fortschritt der Geister.

21.       Lasst uns einmütig sein im Gebet, Brüder, und lasst uns vereint gegen die Elemente kämpfen, die sich der Wahrheit, dem Licht und dem Gesetz des Vaters widersetzen, doch lasst uns mit dem Schwert der Liebe und der vollständigen Wahrheit kämpfen.

22.       Das Jahr 1950 wird nicht nur für euch ein Jahr des Gerichts sein, Volk Israel, sondern auch für das ganze Universum, denn für alle Bereiche wird diese Stunde schlagen. Ihr werdet auch sehen, wie die Religionen sich in diesem Jahr vorbereiten und sich selber überprüfen werden. Über ihren Häuptern werden sie die göttliche Gerechtigkeit und die göttlichen Vorhaltungen fühlen.

23.       Mit welchen Worten könnten wir das Interesse eures Geistes und eures Herzens für jenen Tag [4] wecken? Mit welchen Worten könnten wir den Geist des ganzen Volkes Israel für diese Zubereitung erheben?

24.       Der Vater hat Seinen Gerechtigkeit schaffenden Arm zurückgehalten, weil Maria, die universelle Mutter, ihren geistigen Mantel über euch ausbreitet, euch in ihrer mütterlichen Liebkosung umhüllt und vom Vater  eine weitere Zeitspanne für euch erbittet.

25.       Fühlst Du nicht, Israel, dass der Augenblick des Gerichts nahe ist? Glaubt ihr (etwa), ihr seid vollkommen?

26.       Nein, Brüder, deshalb fragt euch die Geistige Lichtwelt: Wie kann unsere Stimme bis zum letzten Herzen (und) bis zur letzten Versammlungsstätte vordringen?

27.       Seid ihr unsere Stimme, seid ihr die Botschafter der Geistigen Lichtwelt, die Botschafter des Vaters! Seid ihr die wahren Brüder, die ein Beispiel für Tätigkeit, Eifer und Sorge für den Moment abgeben, in dem ihr lebt!

28.       Seid die Stimme, die sich von Herz zu Herz verbreitet, und achtet nicht auf die üble Nachrede, die Intrige und das falsche Urteil gegen euch. Erwägt nur die Herzen und Geister, die sich nicht erheben, weil sie schlafen.

29.       Kleiner Teil (der Menschheit), wir haben dich sehr (gut) vorbereitet, damit die Intrige nicht in euer Herz dringt, damit das Urteil nicht euren Lippen entspringt und das zweischneidige Schwert niemals von euch gezückt wird.

30.       Bevor ihr dies tut, bevor ihr euren Geist beleidigt und befleckt, erhebt euch und arbeitet tatkräftig, indem ihr alles ignoriert, was niederträchtig und engherzig ist. Hört nur auf die Klage eines Volkes, das Wahrheit, Vorbereitung und Erfüllung fordert.

31.       Das Leben schreitet fort, Brüder, ein Tag nach dem andern vergeht, gefüllt mit seinen Lektionen, Prüfungen, Schicksalsschlägen und Arbeiten.

32.       Niemand kann angesichts des Wortes des Vaters Nichtwissen oder Unschuld vortäuschen. Sehr nahe habt ihr Seinen Unterweisungen und Ermahnungen beigewohnt, und in diesen Momenten, in denen die Versuchung auftaucht und „Knospen“ der Entweihung [5] erscheinen, welche viele begehen werden, um den Göttlichen Willen zu übertreten, müsst ihr von eurer Seite aus eure ganze Vergeistigung und Vorbereitung einbringen, die ihr bis jetzt erlangt habt.

33.       Nach 1950 wird der Herr sich nicht mehr durch das menschliche Verstandesvermögen kundtun, denn das Wort Gottes ist ein einziges, es ist unveränderlich, es ist das Wort des Universellen Königs.

34.       Seine Hand hat nur ein einziges Gesetz geschrieben, von dem alle Wege und alle Wesen abstammen. Und dieses Gesetz ist das Gesetz der Liebe, der Gerechtigkeit und der Wahrheit.

35.       Diese Gesetze sind unveränderlich, denn sie sind das Fundament, auf dem der Vater Seine Schöpfung aufgebaut hat. Denn es ist das Grundprinzip der Liebe, mit der Er alles ausgestattet hat, was durch Ihn erschaffen worden ist.

36.       Es gibt keine höhere Gewalt als jene des Vaters. Nichts kann ein einziges Atom des Göttlichen Willens umstimmen.

37.       Deshalb, Brüder, nehmt das Datum des 1. September 1866 als das durch den Schöpfer Gekennzeichnete, um sich Seinem Volk mittels menschlicher Stimmträger kundzutun, den Menschen in dieser Dritten Zeit Sein in 22 Geboten erläutertes Gesetz zu offenbaren und von diesem Augenblick an dem Geiste der Menschheit das Kapitel des Sechsten Siegels des großen Buches des Lebens zu öffnen.

38.       Deshalb, meine Brüder, nehmt an auch als letzten Tag den 31. Dezember 1950, an welchem die Kundgabe des Vaters durch menschliche Stimmträger geschehen ist. Dieses Datum sollt ihr mit allem Respekt, Demut und Einvernehmen als das durch Gott gekennzeichnete annehmen, um Sein letztes Wort durch Vermittlung des Menschen zu geben.

39.       An wie viele Worte, die der Meister zu euch sprach und die ihr dem Anschein nach vergessen habt, werdet ihr euch nach 1950 frisch und machtvoll erinnern!

40.       Wie viele für euch noch unverständliche Kundgaben werdet ihr später mit größter Leichtigkeit verstehen, wenn einst das „Wort“ von euch gegangen ist!

41.       Dann werden durch das Studium und die Analyse, das (innerlich) gesammelte und bewusste Überdenken des Göttlichen Wortes eure Auslegungen in einer einzigen Wahrheit übereinstimmen, so dass ihr euch vereint auf den Weg der Erfüllung begeben werdet, voller Brüderlichkeit, mit den Grundsätzen der Ordnung, Disziplin und geistigen Bildung, gestärkt in Gott und in eurer Bruderschaft.

42.       In der Zeit, die noch fehlt, bis das Wort des Vaters durch Vermittlung des Menschen unter euch beendet sein wird, wird euch die geistige Lichtwelt in Erfüllung des Göttlichen Auftrags weitgehende Führung und Ratschläge geben, die euch in der Zukunft von Diensten sein werden, damit euch jene Zeiten nach dem Weggang des Herrn [6] nicht überraschen.

43.       Ihr werdet euch, Brüder, von neuem vor dieser Welt erheben, die geistigen Widerstand leisten wird. Sie wird im Kampf gegen eure Ideen ihre Waffen zücken und das Gesetz des Vaters bekämpfen, das Er euch anvertraut hat. Wir kündigen euch an, dass dieser Kampf groß sein wird.

44.       Der Vater bot an, euch mit Seinen geistigen Heerscharen zu beschützen. Große Geistwesen werden als Schutzengel über jeden einzelnen eurer Schritte wachen. Noch bevor das Schwert eures Wortes mit seinem Licht und seiner Liebe das Herz von einem eurer Geschwister durchdringt, wird die geistige Lichtwelt euren Weg schon vorbereitet haben und im Vorhinein die Begegnung der einen mit den anderen verfügt haben.

45.       Ihr werdet auch viel von den Menschen lernen. Das Wort des Vaters hat euch sehr (gut) vorbereitet, doch die (praktische) Ausübung, die Arbeitsfelder und der Kampf erwarten euch; sie werden euch zurüsten. Dort werdet ihr alles einüben, was ihr in dieser Zeit geistiger Unterweisung gelernt habt.

46.       Durch eure Intuition werden euer Herz und euer Verstand von eurem Geist Bilder, Eindrücke und Empfindungen empfangen, die ihr in den Kämpfen der vergangenen Zeiten gesammelt habt. Mit dieser Intuition wird euer menschlicher Teil gestärkt werden, sich erheben und mit dem Geist in einem einzigen Körper und Willen verschmelzen.

47.       Der Friede des Vaters sei mit meinen Brüdern!

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